Hartes Deutschland: Junkie droht Knast, weil er nicht zu Gericht geht – DARUM ist es ihm völlig egal

Seit 20 Jahren gehört Betteln zum Alltag von Andre aus Leipzig.
Seit 20 Jahren gehört Betteln zum Alltag von Andre aus Leipzig.
Foto: RTL Zwei/TVNow

Die Stadt Leipzig ist eine der am schnellstwachsenden Großstädte in Deutschland und voll von Drogenschwerpunkten. Bei „Hartes Deutschland“ werden gleich mehrere Schicksale von Drogenabhängigen in Leipzig beleuchtet.

Viele von ihnen sind zudem obdachlos und leben auf der Straße. Die Corona-Pandemie hat die Situation für die Obdachlosen noch schwerer gemacht, wie es bei „Hartes Deutschland“ heißt. Wichtige Termine beim Jobcenter fallen aus, die Menschen gehen seltener einkaufen – heißt also, es gibt weniger zu schnorren.

Hartes Deutschland: Junkie Andre bettelt seit 20 Jahren

Ganz übel sieht es für den 36-jährigen Andre aus. Seit 20 Jahren hat er Ärger mit der Polizei, keine Wohnung, keinen Job. Wegen seines immensen Heroin-Konsums hat er sogar drei Finger seiner linken Hand verloren. Doch selbst die Amputation hält ihn nicht davon ab, weiterhin Heroin zu konsumieren. Er resigniert, findet keinen Weg mehr aus der Sucht.

Er sagt selbst: „Seitdem alle meine Versuche gescheitert sind, aufzuhören, habe ich aufgehört, zu versuchen, aufzuhören.“ Mit seiner alten Angel und einem klapprigen Fahrrad macht er sich Tag für Tag auf den Weg zum Hauptbahnhof, um dort zu schnorren. Manchmal klappt es besser, manchmal schlechter. Er lässt sich gehen, geht nach eigenen Aussagen nicht mal mehr zum Gericht.

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Das ist „Hartes Deutschland“:

  • Die Doku-Serie „Hartes Deutschland“ wird bei RTL2 ausgestrahlt
  • Die TV-Kameras begleiten Drogenabhängige durch ihren Alltag, der von Kriminalität und dem Leben auf der Straße geprägt ist
  • Zudem werden Polizisten, Sozialarbeiter und Drogenfahnder begleitet
  • Vor allem in Leipzig kommen Drogenabhängige sowie Zoll-Fahnder immer wieder mit Crystal Meth in Berührung

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Andre muss wöchentlich zum Gericht, sonst droht der Knast – DESHALB geht er trotzdem nicht

Hintergrund: Nach einem Einbruch wurde Andres Ausweis am Tatort gefunden. Er bestreitet, beteiligt gewesen zu sein. Bis zur Aufklärung des Falls muss er sich wöchentlich beim Gericht melden, sonst droht ihm ein Haftbefehl. Doch ihm ist das völlig egal, wie er offen zugibt: „Ich kümmere mich um gar nichts mehr, es könnte jederzeit sein, dass sie mich verhaften.“

Doch warum geht er nicht mehr zu Gericht, will er etwa in den Knast? Das wiederum nicht, beteuert Andre. Aber er sagt auch: „Naja, vielleicht weil mir hier alles so ein bisschen auf den Sack geht. Vielleicht auch, um ein bisschen klarer zu werden. Ich will ja nicht in den Knast, aber es ist mir grad alles ein bisschen egal.“

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Schnorren am Hauptbahnhof Alltag

Kaum Perspektive, wenig Hoffnung. Die einzigen Konstanten in Andres Leben: Drogen und das Schnorren am Hauptbahnhof. Mit den Einnahmen dort finanziert er seinen Drogenkonsum. Seit seinem 16. Lebensjahr gehört das Betteln zu Andres Leben. Und im Moment deutet nichts darauf hin, dass sich daran etwas ändert...

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Ein Drogenabhängiger aus Frankfurt am Main berichtet davon, wie herzlos die Drogenszene sein kann. Warum Luis sogar schon andere Junkies umbringen wollte, liest du hier >>> (mg)

 
 

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