„Hartes Deutschland“ (RTL2): Junkie berichtet von herzloser Szene – „Wenn ich da ne Knarre gehabt hätte...“

Luis konsumiert seit mehr als 32 Jahren Drogen.
Luis konsumiert seit mehr als 32 Jahren Drogen.
Foto: Screenshot TVNOW

Hartes Deutschland“ zeigt: Das Leben auf der Straße ist gefährlich. Viele Drogenabhängige sind sogar schon auf der Straße gestorben. Die Angst unter den Junkies in Frankfurt ist groß, dass auch sie eines Tages den goldenen Schuss erleben.

Hartes Deutschland“ begleitet das Liebespaar Tanja und Luis in Frankfurt am Main. Die beiden haben schon viel auf den Straßen erlebt und sogar Freundschaften geschlossen, doch einige ihrer Bekanntschaften in der Drogenszene rauben vor allem Luis den letzten Nerv.

Hartes Deutschland“: Heroin statt Trauertherapie

Luis erzählt bei „Hartes Deutschland“ von seiner tragischen Lebensgeschichte. Der Spanier hat vor zehn Jahren, bevor er abhängig von Crack und Heroin wurde, sein drei Monate altes Baby verloren. Luis' Sohn soll im Schlaf erstickt sein.

Den Tod seines Kindes scheint der 48-Jährige nie verarbeitet zu haben. „Das war ein einschlagendes Erlebnis für mich, das ich bis heute nicht mehr aus dem Kopf kriege. Ich blase mich deswegen mit Drogen zu“, erklärt Luis.

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Das ist „Hartes Deutschland“:

  • Die Doku-Reihe „Hartes Deutschland“ wird bei RTLZWEI ausgestrahlt
  • Die Kameras begleiten Drogenabhängige, die von der Drogenkriminalität auf den Straßen Deutschlands erzählen
  • Auch Bürger, Gesetzeshüter und Gastronome werden bei „Hartes Deutschland“ nach ihren Eindrücken befragt
  • In Frankfurt am Main gilt vor allem das Bahnhofsviertel als Problemgebiet

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Drogenabhängiger ist wütend, weil ihm niemand helfen will

Während der Dreharbeiten kommt auf einmal ein Bekannter des Pärchens dazu. Eigentlich ist er auf Entzug, doch Tanja gibt ihm trotzdem etwas von ihren Drogen ab. Luis hat dafür Verständnis, denn er hat schon ziemlich herzlose Szenen auf den Straßen Frankfurts miterlebt.

„Vor zwei Wochen circa am Vorplatz habe ich Galle gekotzt. Galle. Ich habe drei Tagen vorher drei Leuten geholfen, und die haben mir nichts gegeben, die haben mich ausgelacht. Wenn ich da ne Knarre gehabt hätte, hätte ich allen einen Kopfschuss gegeben“, berichtet Luis.

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Frankfurts Drogenszene: DIESE Zwei halten zusammen

Luis stellt klar: „Du kannst von mir alles kriegen, alles, ich gebe dir alles, aber fi** mich nicht.“ Dass er nicht auf die Unterstützung seiner Leidensgenossen zählen kann, scheint Luis deutlich zu verletzen.

Doch die eigentliche Diplom-Physiotherapeutin Tanja scheint Luis von sich überzeugt zu haben. Seit neun Jahren sind die Zwei ein Paar und planen sogar, in Luis' Heimat Spanien auszuwandern.

„Hartes Deutschland“: Christina spritzt sich jeden Tag Kokain und Heroin – jetzt plant sie...

Auch Christina träumt von einer besseren Zukunft. Die 26-Jährige lebt seit zwei Jahren im Frankfurter Bahnhofsviertel – jetzt will sie sogar ein Kind zur Welt bringen. Mehr dazu hier >>>

 
 

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