„Hartes Deutschland“ (RTL2): Benny nimmt seit 14 Jahren Drogen – dann trifft er diese schreckliche Entscheidung

Der Obdachlose Benny zeigt dem Team von „Hartes Deutschland“ seinen Alltag.
Der Obdachlose Benny zeigt dem Team von „Hartes Deutschland“ seinen Alltag.
Foto: Screenshot RTL2

Die Bilder sind nur schwer zu ertragen, die RTL am Donnerstagabend ausstrahlt. In der Sozial-Doku „Hartes Deutschland“ werden Menschen porträtiert, die ganz unten angekommen sind. Drogen nehmen, in Abrisshäusern schlafen, regelmäßig ins Gefängnis müssen. Einer von ihnen: der 30-jährige Benny.

Benny ist obdachlos, seit 14 Jahren abhängig von Crystal Meth und treibt sich täglich am Leipziger Hauptbahnhof rum. Vor Kurzem hat der Crystal-Abhängige auch noch angefangen, Heroin zu konsumieren. „Ich bereue es jeden Tag, dass ich damit angefangen habe“, sagt Benny in die RTL2-Kamera.

Dennoch schreckt er nicht davor zurück, sich die Droge immer und immer wieder zu spritzen. Wie tief er schon in der Sucht steckt, zeigt vor allem eine Szene in „Hartes Deutschland“.

+++ „Hartes Deutschland“ auf RTL2: Diese Situation ist sogar den Einsatzkräften zu heftig +++

„Hartes Deutschland“ (RTL2): Benny muss zum Arzt – und macht danach einen großen Fehler

Bennys Konsum hat nicht nur Einstiche, sondern auch eitrige Wunden auf seiner Haut hinterlassen. Die Einstiche haben sich so schlimm entzündet, dass der Obdachlose sogar einen Arzt aufsuchen muss. Der verpasst Benny eine Salbe und einen Verband. Den reißt der Süchtige sich allerdings sofort runter, als er wieder zurück in seiner Bleibe - einem Abrisshaus in Leipzig – ist.

Zunächst zeigt er den Zuschauern seinen Abszess, der so groß wie eine Euro-Münze ist. Doch dann greift er zu einer Einwegspritze, scheint innerhalb von Sekunden vergessen zu haben, welche Folgen der nächste Schuss für seine Gesundheit haben. Zu groß ist der Druck, das Verlangen nach der Droge.

Obwohl sein bester Kumpel René, ebenfalls drogenabhängig, Benny vor der Sucht beschützen will. Er möchte nicht, dass Benny genauso krass abstürzt wie er selbst. Doch den interessiert das alles nicht mehr, er beteuert lieber, dass er „nicht viel“ Heroin konsumiert. „Nur alle zwei Tage“, verrät er RTL2.

Heroin: Schlimme Folgen für Körper und Psyche

Dennoch: Die Folgen für Benny könnten verheerend sein. Wie heftig die Folgeschäden sein können, die eine Heroin-Sucht nach sich zieht, erklärt die des Heroin-Konsums sind, erklärt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). All das gehört demnach zu den häufigsten gesundheitlichen Folgeschäden:

  • Leberschäden
  • Magen- und Darmstörungen bis hin zum Darmverschluss,
  • Starke Gebissveränderungen durch Karies und Zahnausfall
  • Erkrankungen der Atemorgane
  • Schwere Schädigungen der Venen
  • Herzentzündungen

Vor wenigen Tagen veröffentlichte die Bundesregierung den Drogen- und Suchtbericht für das Jahr 2019. Daraus geht hervor, dass Opioide wie Heroin, die dritthäufigste Ursache dafür sind, weshalb sich Süchtige in Behandlung begeben. Alleine 2017 wurden rund 21.600 Behandlungsfälle - sowohl stationär als auch ambulant - gemeldet.

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(bs)

 
 

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