„Die Höhle der Löwen“ (Vox): Start-Up mit Lob überschüttet – doch die Unternehmer haben ein großes Problem

Bei die „Die Höhle der Löwen“ begeistert ein Produkt, aber bekommt keinen Deal.
Bei die „Die Höhle der Löwen“ begeistert ein Produkt, aber bekommt keinen Deal.
Foto: imago images/APress

Bei „Die Höhle der Löwen“ suchen junge Unternehmen die Unterstützung der Investoren.

Die Idee von Gerd Güldenpfennig und Stefan Sieber kommt bei den Löwen richtig gut an, und dennoch haben die Unternehmer ein großes Problem: Es gibt für das Start-Up in „Die Höhle der Löwen“ keinen Deal.

„Die Höhle der Löwen“ (Vox): App für Blinde begeistert – doch niemand will einsteigen

Gerd Güldenpfennig und Stefan Sieber bringen viel Erfahrung mit. 1992 haben sie zusammen die erste gemeinsame Firma übernommen, seitdem sind sie im Projektbusiness im IT-Bereich tätig.

Mit „Routago“ wagen sie jetzt aber einen Neuanfang und das aus einem ehrbaren Grund. Die zwei Geschäftsmänner wollen Blinde im Straßenverkehr unterstützen. Die App ist ein Navigationssystem für Menschen mit Sehbehinderung – sie erklärt metergenau die Wege und geht dabei sogar auf Hindernisse ein, die für Menschen ohne Sehbehinderung kaum erkennbar sind.

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Das ist „Die Höhle der Löwen“:

  • Die Sendung „Die Höhle der Löwen“ ist eine Gründershow bei Vox
  • Aktuell strahlt der TV-Sender die neunte Staffel aus
  • Start-Ups und Gründer stellen ihre Produkte vor – die Investoren (die „Löwen“) entscheiden, ob sie mit ins Geschäft einsteigen wollen
  • Die Investoren der neunten Staffel sind: Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Nico Rosberg, Ralf Dümmel, Dagmar Wöhrl, Georg Kofler und Nils Glagau

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Das Angebot lautet: 600.000 Euro für 20 Prozent an Routago. Die Löwen sind aus dem Häuschen, die Idee dahinter überzeugt sie total. Trotzdem will niemand investieren.

Alle Löwen sagen ab – das sind die Gründe

„Ich finde, dass sie ein ganz tolles Thema angehen. Ich bin aber nicht der richtige Investor, wenn es um eine App geht“, erklärt Ralf Dümmel

„Ganz tolle Idee, aber wie ihr schon sagt: Ihr braucht schon einen, der das Know-How hat von dieser ganzen Technik und das noch ausbaut und im besten Fall noch so ein weltweites Netzwerk hat. Da könnte ich euch wenig bieten“, meint Nils Glagau.

Dagmar Wöhrl sieht das genauso: „Da bin ich auch nicht der richtige Partner. Ich hoffe aber, dass sie vielen Menschen helfen können“

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Bei Carsten Maschmeyer und Dr. Georg Kofler sind die Zahlen durchgefallen. Bis zum dritten Jahr wollen sie auf 100.000 Abonnenten in Europa kommen. 350.000 Euro sind zur Neukundengewinnung eingeplant.

Diese Rechnung geht laut Dr. Georg Kofler nicht auf: Man brauche 5 bis 10 Millionen Euro für die 100.000 Kunden. „Die 600.000 Euro sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, so Kofler. Carsten Maschmeyer schreckt das auch ab.

Aufgeben wollen Gerd Güldenpfennig und Stefan Sieber nicht, die Umsetzung des Plans wird jetzt etwas länger dauern. (fs)