Boris Becker muss ins Gefängnis: So reagiert Deutschland – „Das wünsche ich niemandem“

Boris Becker zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt

Boris Becker zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt

Der frühere Tennisstar Boris Becker ist von einem Londoner Gericht wegen Insolvenzverschleppung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der 54-Jährige muss aber nur die Hälfte der Strafe absitzen.

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Während sich Experten längst sicher waren, reagiert der Rest der Welt sichtlich geschockt auf die Haftstrafe von Boris Becker. Der ehemalige Tennisprofi muss für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis.

Das hat ein Londoner Gericht am Freitagnachmittag (29. April) beschlossen. In Deutschland, der Heimat von Boris Becker, kann man darüber nur den Kopf schütteln.

Strafe für Boris Becker löst Entsetzen aus: „Der Absturz ins Unendliche“

Fassungslosigkeit macht sich breit, als bekannt wird, dass Boris Becker wirklich für über zwei Jahre in den Knast muss. Weil er ein Vermögen im Wert von mehr als einer Million Euro nicht in seinem Insolvenzverfahren offengelegt hat, soll der 54-Jährige seine Strafe nun in einem Londoner Gefängnis absitzen.

Weggefährte des Ausnahmesportlers können es noch immer nicht begreifen, dass Boris Becker nun zwischen Schwerverbrechern leben muss. „Das Urteil schockt mich richtig. Für mich bleibt Boris der große Sportler in einer Sportart, die ich liebe. [...] Was er privat macht, steht für mich auf einem anderen Blatt“, sagt Becker-Fan und Sänger Roberto Blanco gegenüber „Bild“. Auch Verona Pooth gibt an, dass Becker „unsere deutsche Sportlegende“ bleiben wird.

Dietloff von Arnim, der Präsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB), verspricht: „Wenn wir etwas für ihn tun können, werden wir das machen. Er hat viel geleistet für den DTB.“

Designer Harald Glööckler meldet sich ebenfalls zum Becker-Prozess zu Wort: „Er wurde regelrecht in den Himmel gehoben – und nun der Absturz ins Unendliche.“ Obwohl Boris Becker nicht gerade freundlich zu ihm gewesen sein soll, wenn sie sich mal bei Veranstaltungen trafen, wirkt der Modemacher niedergeschlagen. „Das, was er jetzt gerade erlebt, ist absolut schrecklich, und das wünsche ich niemandem.“

Boris Becker: Das sagt seine Tochter Anna zum Urteil

Aus dem engsten Umfeld des Tennisstars gibt es bisher nicht viele Stimmen. Lediglich seine Tochter Anna Ermakova gesteht im „Bild“-Livestream: „Ganz ehrlich, ich stehe unter Schock über die Tatsache, dass er zweieinhalb Jahre ins Gefängnis muss.“ Sie wolle dem Gericht in England nur einen Brief schreiben, in dem sie das Sorgerecht für ihren 12-jährigen Halbbruder Amadeus beantragen möchte.

Beckers Ex-Frau Lilly findet, dass das Gericht viel zu hart mit Boris gewesen ist. Im RTL-Interview gesteht sie: „Ich bin selbst überrascht, dass ich so emotional bin, weil dieses Urteil hat niemand erwartet. Ich habe keine Angst, weil ich eine taffe Frau bin, das habe ich von Boris gelernt. Was auch passiert, es muss immer weitergehen.“ Seine Kinder, Ex-Frauen und Freundin Lilian stehen demnach hinter dem Sportler.

Christian Schommers, der Autor von Boris Beckers Biografie, zeigt sich besorgt: „Ob er das mental übersteht, zwei Jahre und sechs Monate im Gefängnis zu sitzen... Es ist ganz, ganz schlimm!“

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Wie herzzerreißend der Abschied von seiner Freundin Lilian gewesen ist, zeigen die letzten Aufnahmen von Boris Becker.