Beatrice Egli ganz intim: „Man möchte sich näherkommen, aber...“

Beatrice Egli sagt im Interview mit DER WESTEN: „Ich glaube, für alle Helene-Fischer-Fans habe ich mitgeschrien.“
Beatrice Egli sagt im Interview mit DER WESTEN: „Ich glaube, für alle Helene-Fischer-Fans habe ich mitgeschrien.“
Foto: Imago Images

Beatrice Egli ist durch die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ über Nacht zum Schlagerstar geworden. Doch der große Erfolg bringt auch die Schattenseiten des Ruhms mit sich.

Im Interview spricht Beatrice Egli über die emotionalen Geschichten, die hinter ihren neuen Songs stecken, ihr Liebesleben und über Schlager-Kollegin Helene Fischer.

Hallo Beatrice, dein neues Album heißt „Bunt“. Was macht denn deine Welt für dich persönlich bunt?

Beatrice Egli: Meine Welt macht meine Musik bunt. Meine Welt machen meine Freunde bunt und meine Familie und das Leben macht bunt, wenn ich auf der Bühne stehen kann. Das fehlt mir gerade sehr.

Vor allem in Songs wie „Bunt“ oder „Le Li La“ strotzt du ja wirklich vor Optimismus. Wie schaffst du das, immer so positiv zu bleiben?

Ich versuche, immer das Gute zu sehen und jeder von uns – und da gehöre ich auch dazu – hat natürlich mal graue Tage. Aber auch da versuche ich, durch Musik, durch das Rausgehen, durch schöne Erlebnisse, durch gutes und positives Denken das Positive halt zu sehen. Ich mache bewusst auch zum größten Teil nur Musik, die mich glücklich macht. Das Leben ist zu kurz, um dem Schlechten die Kraft zu geben.

Ein sehr positiver Song ist ja auch „I.N.S.T.A.“. Der strotzt auch vor Freude, obwohl er in einer eher ungünstigen Situation entstanden ist – aufgrund der Corona-Krise. Wie hast du denn die Zeit zu Hause verbracht?

Meine Bildschirmzeiten sind gesprengt. Vieles davon ist durch Social Media entstanden. Das war ja gefühlt der einzige Kontakt, den man hatte in die Außenwelt. Von daher ist der Song das wahre Leben zu dem Lockdown gewesen.

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Das ist Beatrice Egli:

  • Beatrice Margerite Egli wurde am 21. Juni 1988 in Lachen geboren
  • Die Schweizerin begann ihre Gesangskarriere bereits mit 14 Jahren
  • Ihren großen Durchbruch erlangte Beatrice Egli 2013 durch ihren Sieg in der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ – über 70 Prozent der Zuschauer stimmten für die Blondine
  • Ihr erster Hit „Mein Herz“ wurde von DSDS-Chef Dieter Bohlen geschrieben und produziert
  • Seit ihrer DSDS-Teilnahme hat die Sängerin sieben Studioalben veröffentlicht – im August 2020 erschien ihr Best-of-Album „Bunt“
  • Beatrice Egli ist die bislang erfolgreichste Schweizer Künstlerin (gemessen an ihren Nummer-1-Alben)

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Du singst in deinem Song „I.N.S.T.A.“ auch davon, dass du gerne rote Herzen verteilst. Wem folgst du denn bei Instagram am liebsten und warum?

Ich verteile am allerliebsten Herzen an coole Messages. Ich liebe auch so Plattformen, wo so positive Sprüche jeden Tag stehen. Ich bin da ein totaler Fan von. Ich verteile gerne an liebe Kollegen, die ich sehr schätze und cool finde, und ich verteile auch sehr gerne Herzchen bei tollen, bunten Klamotten.

Passend zu deinem Song hat sich Helene aus ihrer Social Media-Pause zurückgemeldet.

Siehst du, was das alles bewirken kann.

Wie war denn deine Reaktion darauf, als du das gesehen hast? Ausgerechnet an deinem Release-Tag.

Ich habe mich riesig gefreut, denn ich habe ja ganz laut geschrien. Ich glaube, für alle Helene-Fischer-Fans habe ich mitgeschrien. Und schön, dass die Nachricht angekommen ist. Wir sind doch alle gespannt, wie es bei ihr weitergeht, und ich freu mich, dann auch schon bald wieder bei ihr Herzchen drunterzumachen.

Du sagtest ja auch schon in der Sendung von Stefan Mross, dass hinter jedem deiner Lieder eine Geschichte steckt. Was steckt denn für dich hinter deinem neuen Song „Alles kann, gar nichts muss“?

Das beschreibt eigentlich so mein Liebesleben. Also ganz klar, ich habe viel schon erlebt und auch wenn ich nicht immer gleich alles mit der Öffentlichkeit teile und mein Liebesglück auch gerne erst mal für mich genieße. Ich habe vieles erlebt in der Liebe und bin offen, aber gleichzeitig ist man auch ein bisschen vorsichtiger geworden, weil das Herz schon so ein paar Dinge erlebt hat, die nicht nur schön sind. Man möchte sich näherkommen, aber vielleicht nicht zu nah. Und es beschreibt mich auch so ein bisschen zögerlich, was ich auch echt am Anfang immer eher bin. Ich bin eher schüchtern, wenn ich jemanden richtig toll finde, und lass mir auch gerne ein bisschen Zeit und deswegen der Titel 'Alles kann, gar nichts muss'. Wenn man mich in die Enge treibt, dann suche ich die Flucht.

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Das können sicherlich viele Menschen nachvollziehen. Ein weiterer Song auf „Bunt“ ist „Bist du's oder bist du's nicht“. Wie kam es zu diesem Duett mit Eloy?

Eloy und ich moderieren die Sendung 'Ich find Schlager toll' zusammen und waren schon in dem Fall länger als Moderations-Duo unterwegs – und nun haben wir auch das musikalisch machen wollen. Und ich finde, es ist eine sehr schöne Nummer geworden, die sehr viel Spaß macht und auch ein Augenzwinkern hat. Und auch die bunte Welt in Sachen Liebe zeigt: Wir treffen uns, ich denke, er ist mein Blind Date, aber er findet zwar mein Lächeln schön, aber steht halt eben nicht auf Frauen.

Das passt ja irgendwie auch wieder gut in die Richtung von „Alles kann, gar nichts muss“. Dass es eben auch oft ein Abenteuer der Liebe ist...

Ja, ich finde zum Beispiel auch – es heißt immer gleich so „oh neue Beziehung“, aber ist doch auch schön, wenn Freundschaften entstehen. Es muss ja nicht immer gleich die große Liebe sein. Menschen, denen wir begegnen, geben immer etwas mit auf deinen Lebensweg und wenn es Freundschaften sind – die halten ja manchmal länger als Beziehungen.

 
 

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