„Bares für Rares“: Händler knallhart – „Ich kann das nicht verkaufen“

Julian Schmitz-Avila kann mit dem angebotenen Objekt so gar nichts anfangen.
Julian Schmitz-Avila kann mit dem angebotenen Objekt so gar nichts anfangen.
Foto: Screenshot ZDF

Er will bei „Bares für Rares“ nichts anbrennen lassen. Am Dienstag war Feuerwehrmann Michael Züll zu Gast in der ZDF-Trödelshow.

Im Gepäck hatte der 37-Jährige aus Mechernich ein Stück, das so oft wohl noch nicht „Bares für Rares“ über den Händler-Tisch ging. Schließlich war sich Horst Lichter zu Beginn der Expertise nicht einmal sicher, um was es sich denn überhaupt handelte.

„Bares für Rares“: DIESES Kissen wirft Fragen auf

So begrüße er Michael Züll gleich mit der Frage: „Wat is dat?“ Es handele sich um ein Sitzkissen, so der Feuerwehrmann. Und um ein Wertvolles noch dazu, so glaubt er zumindest. Kann das stimmen.

Mehr weiß Experte Detlev Kümmel. Und der beschäftigt sich zunächst mit dem Design. Um was handelt es sich also? „Es könnten zwei versteckte Einhörner sein oder aber es ist einfach nur ein Longhorn, also ein Rind“, so Kümmel.

„Wie Recht du hast“, stimmt ihm Lichter zu. Eine Aussage, die Kümmel knallhart aufnimmt. „Natürlich habe ich recht“, zeigt sich der „Bares für Rares“-Experte selbstbewusst.

„Bares für Rares“: 20-Euro-Flohmarktfund entpuppt sich als Design-Objekt

Doch was ist denn nun mit dem Preis? Für 20 Euro haben er und seine Frau das Kissen eigentlich für das gemeinsame Kind kaufen wollen. Doch als das Paar vom Flohmarkt zurückkam, recherchierten sie im Internet.

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Das sind die „Bares für Rares“-Händler:

  • Albert Maier betreibt seit 1976 ein Antiquitätengeschäft in Baden-Württemberg
  • Colmar Schulte-Goltz betreibt zusammen mit Oliver Noelte seit 2002 die Galerien „Kunstraum“ und die „Galerie Goltz an der Philharmonie“ in Essen
  • Detlev Kümmel ist ein deutscher Galerist für Kunst und Antiquitäten
  • Heide Rezap-Zabel ist als unabhängige Gutachterin tätig und bietet Schätzrunden sowie Seminare zu ausgewählten Themenbereichen in Berlin an
  • Sven Deutschmanek begutachtet alte Designklassiker und schätzt ihren Wert – zudem berät er Privatpersonen bei Erbschaften und Haushaltsauflösungen
  • Wendela Horz war von 1989 bis 2017 als geschäftsführende Juwelierin der Firma „Juwelier Horz“ in Speyer tätig

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Und fortan wollte Züll seinen Flohmarktfund lieber zu „Bares für Rares“ bringen, als dem Kind zur Verfügung stellen. Mit Recht. Ist das Kissen doch deutlich mehr wert als die 20 Euro. 80 bis 100 Euro könne das Objekt der Firma „Colorique Interior“ schon bringen, so Kümmel.

Im Händlerraum wird es dann jedoch kurios. Als Julian Schmitz-Avila das Kissen nämlich enthüllt, bricht Händler-Kollegin Lisa Nüdling in schallendes Gelächter aus.

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Und auch Julian Schmitz-Avila zeigt sich eher wenig begeistert. „Also ich möchte ihr Objekt gar nicht in Abrede stellen, aber ich kann das nicht verkaufen tatsächlich“, so der Kunsthändler.

So blieb David Suppes der einzige Händler, der etwas bieten wollte. 60 Euro zahlte er für das ausgefallene Kissen.

Was war denn da los? Albert Maier widerspricht einem Experten vehement.

 
 

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