„Bares für Rares“: Horst Lichter fassungslos – „Ist das echt Kunst?“

Bares für Rares: Das sind die Händler

Bares für Rares: Das sind die Händler

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„Ist das Kunst oder kann das weg?“ Diesen Spruch dürfte wohl jeder schon einmal gehört haben. Und zugegeben: Bei manchen Kunstwerken ist er auch wahrlich passend. Ein solches wurde am Donnerstag auch bei „Bares für Rares“ vorgestellt.

Und es handelte sich nicht um das Werk eines dahergelaufenen Wald-und-Wiesen-Malers. Nicht im Geringsten. Das Kunstwerk, das Margret Forst aus Düsseldorf bei „Bares für Rares“ an Mann oder Frau bringen wollte, war von einem wahrlich berühmten Mann hergestellt worden.

„Bares für Rares“: Hammer von Günther Uecker steht zum Verkauf

Von Günther Uecker um genau zu sein. Der unterrichtete über zwanzig Jahre an der Kunstakademie Düsseldorf und wurde vornehmlich durch seine Nagel-Kunst bekannt. Daran erinnerte auch das Werk, das Margret Forst nun bei „Bares für Rares“ veräußern wollte.

So brachte die 63-jährige kaufmännische Angestellte einen einfachen Hammer mit, der auf ein Brett genagelt wurde. Da wirkte selbst „Bares für Rares“-Urgestein Horst Lichter dezent fassungslos. „Ist das jetzt echt Kunst?“, fragte er Galerist Colmar Schulte-Goltz verdutzt. Das sei wirklich Kunst, antwortet der.

Doch was ist der Kunst-Hammer mit dem Namen „Do it yourself“ denn nun wert? 500 bis 600 Euro könne man schon verlangen, so Schulte-Goltz und musste grinsen. Was aber wohl eher an der Geschichte lag, die Margret Forst zuvor erzählt hatte. So bekam die Mutter ihres Lebensgefährten den Hammer von Günther Uecker höchstselbst.

„Bares für Rares“: Kunstwerk wird zum Kochen genutzt

Statt das gute Stück jedoch sicher zu verwahren, hatte die sich den Hammer jedoch in die Küche gehängt. Forst: „Ich hab's zufällig in ihrer Küche hängen sehen und hab dann gesagt: Was haste denn da. Ja, sagt sie, ist doch praktisch ein Hammer in der Küche. Wenn ich mal einen Hammer brauche. Deswegen ist es auch ein bisschen fettig.“

Da dürften sich jedem Galeristen die Fußnägel hochrollen. Doch was sagen die Händler? Die sind begeistert. Schnell stiegen die Preise über die Expertise. 720 Euro zahlte Waldi schlussendlich. Kein schlechter Preis für einen fettigen Hammer.

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