„Bares für Rares“: Katastrophe bei der Expertise – Verkäufer ist schockiert

Bares für Rares: Das sind die Händler

Bares für Rares: Das sind die Händler

Beschreibung anzeigen

Eine alte Uhr in goldenem Gewand. Die muss doch was wert sein. Das dachte sich zumindest „Bares für Rares“-Kandidat Andreas Böck. Der Gastronom aus Schwartau hatte nämlich eine alte Tischuhr in die Pulheimer Walzwerke gebracht. Und war im festen Glauben, ein echtes Schätzchen in den Händen zu halten.

Wenn sich der 77-Jährige da mal nicht täuschte. Zwar war der erste Anblick des schicken Zeitmessers durchaus vielversprechend. Der Teufel steckt aber manchmal im Detail, wie „Bares für Rares“-Expertin Dr. Bianca Berding bedauerlicherweise feststellen musste.

„Bares für Rares“: Horst Lichter kommt zunächst aus dem Staunen nicht heraus

Dabei ging alles so gut los. Da sehe nach Schloss aus, schwärmte Horst Lichter vor der Expertise. „Sehr pompös“, so der ZDF-Moderator. Allerdings trog leider der Schein.

----------------------------------------

Die teuersten Verkäufe bei „Bares für Rares“:

  • 42.000 Euro – ein goldenes Schmuckkreuz mit 40 Karat Diamanten und päpstlich besiegeltem Holzsplitter aus dem Kreuz Jesu Christi
  • 35.000 Euro – ein Cabrio-Oldtimer der Marke Borgward aus dem Jahr 1961
  • 30.500 Euro – eine Unikat-Farblithografie des Künstlers Otto Mueller

----------------------------------------

„Eigentlich ist diese Uhr besonders typisch für Süddeutschland. Und zwar ahmt sie den Stil von Augsburger Türmchen- oder Turmuhren nach“, so die Kunsthistorikerin. Zwischen 1500 und 1700 sei dieser Raum, ein sehr wichtiges Uhrmacher-Zentrum, über 200 Uhrmachermeister seien in dieser Zeit dort lokalisiert.

„Bares für Rares“: Schock für den ZDF-Kandidaten

Die Uhren, die damals entstanden, seien nur aus den feinsten Materialien entstanden, so Berding weiter. Und das sei die Uhr von Andreas Böck bedauerlicherweise nicht. „Sie ist nicht aus purem Gold, sie stammt eventuell aus Süddeutschland, aber das muss auch nicht sein. Sie ahmt mit einfachen Materialien und einfacherer Fertigungsweise diese Uhren einfach nach“, so die ZDF-Expertin.

Dazu kam noch, dass die Uhr in keinem optimalen Zustand war. „Sie läuft noch, sie muss aber ganz dringend revisioniert werden. Denn auch die Schlagfolge hat sich komplett verstellt und auch der Viertelstundenschlag schlägt nicht richtig“, erklärte Berding. Daher waren die 2.000 Euro, die sich der 77-jährige Kandidat für seine Uhr wünschte auch völlig illusorisch. Lediglich 250 bis 350 Euro konnte Bianca Berding veranschlagen.

------------

Mehr News aus der Welt der Promis:

-------------

Autsch. Das jedoch war Andreas Böck zu wenig. „Ne, also da nehme ich die Uhr mit Freuden wieder mit“, ist der „Bares für Rares“-Kandidat aus dem Schwartau schockiert. Aber so könne er zumindest noch länger Freude an ihr haben.