„Bares für Rares“: Horst Lichter im Interview zur 1000. Sendung – Es ist erst Schluss, wenn...

Horst Lichter feiert die 1.000 Sendung „Bares für Rares“.
Horst Lichter feiert die 1.000 Sendung „Bares für Rares“.
Foto: ZDF/Sven Bittner

Horst Lichter gehört zu „Bares für Rares“ wie der Eiffelturm zu Paris. Seit der ersten Folge ist der Nettesheimer Moderator der ZDF-Kultsendung.

Zur 1000. Folge „Bares für Rares“ am Freitag stellte sich der 58-Jährige den Fragen von DER WESTEN.

Lieber Herr Lichter, 1000 Folgen „Bares für Rares“. Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie diese Zahl hören?

Ganz ehrlich: Es ist so unfassbar! Es kommt mir immer noch so ein klein bisschen vor, als hätten wir erst vor ein paar Wochen angefangen. Die Euphorie im Team, die Freude, der Spaß, den wir gemeinsam haben, dieses Lernen. Immer wieder neue Menschen treffen, immer wieder neue Dinge über diese Antiquitäten, Raritäten oder Kuriositäten zu hören: Das alles kommt mir nicht vor wie 1000 Folgen.

Warum, glauben Sie, schalten die Zuschauer auch nach so vielen Folgen jeden Tag aufs Neue „Bares für Rares“ ein?

Ich denke, sie schalten aus dem gleichen Grund ein, warum wir so viel Freude bei der Arbeit haben. Es ist ein bisschen wie Familie. Das ist wie Freunde treffen. Man lernt. Man unterhält sich. Es ist unterhaltsam, mal lacht man. Mal sind die Erwartungen zu hoch, mal sind sie zu niedrig. Es sind diese Überraschungen. Es ist wirklich mal ein Krimi, mal eine Komödie, mal eine Tragödie. Es hört einfach nicht auf und ich find's wunderschön.

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Das ist „Bares für Rares“:

  • „Bares für Rares“ ist eine Trödelshow im ZDF
  • Sie wird seit 2013 im Nachmittagsprogramm ausgestrahlt
  • Horst Lichter moderiert die Sendung
  • „Bares für Rares“ hat einen festen Pool von Experten und Händlern, die die Stücke begutachten beziehungsweise kaufen

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Haben sich bei „Bares für Rares“ echte Freundschaften entwickelt?

Das kann ich ganz klar mit "ja" beantworten! Mit einigen hat sich wirklich eine sehr enge Freundschaft entwickelt, mit anderen, die eher weiter weg wohnen, eine sehr gute Kollegenschaft.

Es sind tolle Kollegen. Wenn wir uns sehen, dann haben wir wirklich Spaß. Das ist tatsächlich nicht wie auf Arbeit, sondern eher wie Freunde treffen.

Haben Sie selbst schon privat etwas von einem der Händler gekauft?

Ja, zum Leidwesen von meiner Frau habe ich auch schon mal etwas gekauft. Wenn es mir so gut gefiel, habe ich nachher die Verhandlungen aufgenommen.

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Gibt es ein Stück, dass sie am liebsten selbst gekauft hätten, noch bevor es in den Händlerraum kam?

Ja, das hätte ich schon, hier und da. Wenn ich so überlege: Manch ein Moped, Motorrad oder Auto, was hier ankam, da hätte ich gerne schon mal vorher verhandelt – was ich natürlich weder tun würde, noch tun dürfte.

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Waldi hat in einem Interview gesagt, dass er an dem Tag mit „Bares für Rares“ Schluss macht, wenn Sie aufhören. Wie lange darf Waldi noch seine 80 Euro bieten? Bzw. anders gefragt, gibt es einen Zeitpunkt, an dem Sie sagen würden, jetzt ist Feierabend?

Darüber denke ich nicht nach.

Erst einmal meine Hoffnungen und Wünsche: Ich hoffe, dass wir genauso so viele Folgen, wenn nicht doppelt so viele machen dürfen. Aber der Punkt wäre dort, wenn man mit Bauchschmerzen oder mit Kopfschmerzen zur Arbeit fährt. Weil dann wäre es auf einmal Arbeit. Dann wäre es nicht mehr so schön, wie es jetzt ist. Alle, die hier sind, arbeiten daran, dass wir weiterhin Freude haben.

Und ich hoffe für unsere Zuschauer, für mein großes Team und für mich, dass es genauso, wie es jetzt ist, auch bleibt. Und dass Waldi mit uns zusammen mächtig alt werden darf.

 
 

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