Anne Will (ARD): Corona-Maßnahmen noch verhältnismäßig? Sahra Wagenknecht warnt jetzt DAVOR – „Das darf nicht passieren“

Bei Anne Will in der ARD war unter anderem Politikerin Sahra Wagenknecht zu Gast.
Bei Anne Will in der ARD war unter anderem Politikerin Sahra Wagenknecht zu Gast.
Foto: Screenshot ARD

Das Coronavirus hat die Welt weiter im Griff. Doch seit einigen Wochen werden die strengen Maßnahmen langsam gelockert. Dennoch gibt es immer mehr Demonstrationen in den deutschen Großstädten.

Es stellt sich die Frage: Sind die Corona-Maßnahmen in Deutschland verhältnismäßig? Darüber sprachen am Sonntagabend auch Anne Will und ihre Gäste in der ARD.

Anne Will (ARD): Demonstrationen in deutschen Großstädten

In Deutschland gehen immer mehr Menschen auf die Straße. Unter anderem in Berlin, Stuttgart und München waren es am Wochenende Tausende, um gegen die noch immer bestehenden Beschränkungen und Einschränkungen der Grundrechte in der Corona-Krise zu protestieren. Anne Will in der ARD zeigt Szenen von Samstag.

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Die Gäste bei Anne Will:

  • Karl Lauterbach, SPD-Epidemiologe
  • Sahra Wagenknecht, Die Linke
  • Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, FDP
  • Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen
  • Olaf Sundermeyer, Journalist

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Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: „Kann so nicht weitergehen“

Dass die Demonstrationen - unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsvorschriften - stattfinden, kann Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, FDP-Politikerin und ehemalige Bundesjustizministerin nachvollziehen. In den ersten Wochen sei der teilweise Lockdown richtig gewesen - doch nun sei es an der Zeit für Lockerungen, erklärt sie bei Anne Will.

„Wir haben trotzdem noch besondere Situationen, zum Beispiel bei den Kitas. Das kann so nicht weitergehen. Es muss perspektivischer klargemacht werden, welche Schritte konkret gegangen werden. Jetzt ist die Unsicherheit da, die führt dazu, dass Bürger aus den unterschiedlichsten Bereichen sagen: 'Jetzt muss ich mich mal äußern.'.“ Für sogenannte „Hygiene-Demos“ habe sie aber kein Verständnis, stellt Sabine Leutheusser-Schnarrenberger klar.

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Sahra Wagenknecht warnt jetzt davor

Auch Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht kann Demonstranten verstehen. Sie warnt jedoch davor, alle über einen Kamm zu scheren. „Wenn ich sehe, wie viele Leute in Stuttgart auf den Demonstrationen waren, die die Abstandsregeln großteils beachtet und die Maßnahmen respektiert haben, dann kann man nicht sagen, das sind überwiegend von Rechtsextremisten Unterwanderte. Es gab Rechtsextreme, aber es sind auch viele Menschen, die schlicht Existenzängste haben.“

Man müsse nun aufpassen, nicht den gleichen Fehler wie in der Flüchtlingskrise zu machen. Sie sagt: „Jeder, der Flüchtlingspolitik kritisch gesehen hat, wurde schnell in die Ecke ‚Rechtsextremer‘ und ‚Rassist‘ gestellt.“ Das müsse dieses Mal verhindert werden.

Journalist Olaf Sundermeyer gibt der Politikerin nur bedingt recht. Nicht alle seien organisiert rechtsextrem - „viele aber schon“. Und er befürchtet, es gebe die Gefahr. dass sich das Geschehen völlig „von der tatsächlichen Situation und auch von der politischen Entscheidungslage“ loslöse. (cs)

Anne Will kommt sonntags um 21.45 Uhr in der ARD. Ganze Folgen gibt's auch in der ARD-Mediathek.

 
 

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