Polizist findet Drogen bei junger Frau – unfassbar, wie sie dort hingekommen sind

Ein Polizist hat 119 unschuldigen Autofahrern Drogen untergejubelt, um sie zu verhaften. (Symbolfoto)
Ein Polizist hat 119 unschuldigen Autofahrern Drogen untergejubelt, um sie zu verhaften. (Symbolfoto)
Foto: imago images / Westend61

Stell dir vor, du wirst im Straßenverkehr angehalten und ein Polizist findet in deinem Auto Drogen. Sie gehören dir nicht – doch wie willst du das erklären?

Zahlreiche solcher Fälle gab es zwei Jahre lang immer wieder in Jackson County im US-Bundesstaat Florida. Eine verdächtige Videoaufnahme hat nun bewiesen: All diese Fälle stehen in Zusammenhang.

Monatelange geheime Ermittlungen der Polizei führten zu einem schockierenden Ergebnis: Ein Polizist hatte mindestens 119 Mal unschuldigen Autofahrern die Drogen untergejubelt, um sie zu verhaften. Das berichtet „CNN“.

Drogen untergejubelt: Polizist legt 119 unschuldige Autofahrer übel rein

Die Masche war dabei immer die gleiche: Der Polizeibeamte Zachary W. (26) hielt Autofahrer wegen kleiner Vergehen an, durchsuchte deren Fahrzeug und platzierte in einem unbeobachteten Augenblick Drogen, die er selbst bei sich trug.

Anschließend konfrontierte er die vermeintlichen Drogenbesitzer mit dem Fund und nahm sie fest.

Eine Aufnahme seiner eigenen Bodycam wurde dem 26-Jährigen schließlich zum Verhängnis.

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Die zeigen, wie er das Fahrzeug einer jungen Frau wegen defekter Bremslichter anhält und durchsucht. Dabei sieht man laut Staatsanwaltschaft ein Tütchen mit weißem Pulver in der Hand Zachary W. Als die Hand kurz den Bildausschnitt verlässt, ist es verschwunden.

Nachdem er das Tütchen anschließend im Auto „findet“, legt er es auf den Fahrersitz. Er durchsucht erst die Beifahrerseite, dann die Fahrerseite und kehrt mit dem Tütchen zurück zur Frau und konfrontiert sie mit dem vermeintlichen Fund.

„Er sagt, es ist positiv auf Amphetamin getestet worden, also gehe ich ins Gefängnis“, sagt die Frau verzweifelt einem Angehörigen am Telefon. „Es ist verdammt nochmal nicht meins.“

Ex-Polizist drohen über 13 Jahre Haft

Für den Polizisten werden diese kriminellen Machenschaften laut „CNN“ nun schwerwiegende Konsequenzen haben. Er wurde nicht nur augenblicklich gefeuert, sondern muss sich auch vor Gericht verantworten – wegen Erpressung, Fehlverhalten im Amt, Amtsmissbrauch, Fälschung von Beweisen, Betäubungsmittel-Besitz und Besitz von Drogen-Utensilien sowie falscher Inhaftierung und Meineids.

Außerdem sind laut Staatsanwaltschaft inzwischen über 50 Anzeigen von Hereingelegten gegen den Ex-Polizisten eingegangen. Insgesamt drohen Zachary W. 13,5 Jahre Gefängnis.

„Die Untersuchung zeigt, dass W. die Bürger routinemäßig wegen mutmaßlicher geringfügiger Verkehrsverstöße angezogen, Drogen in ihre Fahrzeuge platziert und sie wegen der erfundenen Drogenbeschuldigungen festgenommen hat“, so die Staatsanwaltschaft in einer Pressemitteilung vom Mittwoch.

 
 

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