Polizeigewerkschaft fordert Krallen gegen Geisterfahrer

Nach dem Geisterfahrer-Unfall im Sauerland mit fünf Toten fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft NRW (DPolG) den Einsatz sogenannter Krallen an Autobahnabfahrten. Durch den Einsatz technischer Hilfen, die Reifen beschädigen und so die Weiterfahrt verhindern, könnten Geisterfahrten verhindert werden, wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte.

Duisburg (dapd). Nach dem Geisterfahrer-Unfall im Sauerland mit fünf Toten fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft NRW (DPolG) den Einsatz sogenannter Krallen an Autobahnabfahrten. Durch den Einsatz technischer Hilfen, die Reifen beschädigen und so die Weiterfahrt verhindern, könnten Geisterfahrten verhindert werden, wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte. Auch elektronische Warntafeln und Blinklichter, die sich bei falscher Einfahrt aktivierten, seien eine Möglichkeit.

Die Krallen sollten an allen Autobahnabfahrten eingesetzt werden, sagte der DPolG-Landesvorsitzende Erich Rettinghaus. "Dabei nehmen wir eher geplatzte Reifen als Tote und schwerverletzte Menschen auf der Autobahn in Kauf." Ein Geisterfahrer war am Sonntagmorgen mit hoher Geschwindigkeit bei Meschede frontal auf einen Wagen gestoßen. Alle fünf Unfallbeteiligten kamen ums Leben.

dapd

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