Polizei stoppt Schrott-Reisebus – mit 1,2 Millionen Kilometern auf dem Tacho

Der von der Polizei angehaltene Reisebus hatte neben einem Kilometerstand von 1,2 Millionen Kilometern zahlreiche Defekte.
Der von der Polizei angehaltene Reisebus hatte neben einem Kilometerstand von 1,2 Millionen Kilometern zahlreiche Defekte.
Foto: Polizei Berlin
  • Einen Schrottbus hat die Polizei aus dem Verkehr gezogen
  • 60 Teenager saßen an Bord des Wagens
  • Millionen-Kilometerstände sind bei Fernbussen keine Seltenheit

Berlin.  Die Polizei hat einen völlig maroden Reisebus aus Dänemark mit mehr als 60 Jugendlichen an Bord in Berlin aus dem Verkehr gezogen. „Sämtliche Stoßdämpfer sind kaputt, der Rahmen ist verrottet, die Scheiben sind gerissen“, zählte ein Sprecher der Verkehrspolizei auf.

Der Kilometerstand betrug etwa 1,2 Millionen Kilometer. Das Fahrzeug durfte nicht mehr weiterfahren. Es werde sichergestellt und ein Gutachter eingeschaltet, sagte der Sprecher. Laut Polizei ist bei dem Fahrzeug neben vielen weiteren Defekten wie zum Beispiel einer defekten Toilettenleitung auch die Druckluftbremsanlage beschädigt.

Fernbusse haben hohe Kilometerstände

Die Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren waren bei einem Handball- beziehungsweise Fußballturnier. Gemeinsam mit den Betreuern bemühte sich die Polizei um einen Ersatzbus, der die Jugendlichen später ins brandenburgische Glindow bringen sollte, wo sie untergebracht sind.

Dass Busse zum Teil Kilometerstände in Millionenhöhe erreichen, ist keine Seltenheit, wie aus einem TÜV-Report von 2014 hervorgeht. Demnach würden „vergleichbare Fahrzeuge“ in der Türkei „unter erschwerten Bedingungen Laufleistungen von über 1,5 Millionen Kilometern“ haben, heißt es darin.

„Die rollen ja nur“

Für den Verschleiß sei das bei Fernbussen sogar gut, weil sie im Vergleich zu Linienbussen in der Stadt auf ihrer Reise viel seltener bremsen müssten. „Die rollen ja nur.“ (bekö/dpa)

 
 

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