Duisburg

Polizei muss wegen 300 Gaffern Diensthund einsetzen

Ein Polizeihund war in Duisburg nötig, um nach einem Unfall Gaffer in Schach zu halten (Symbolfoto).
Ein Polizeihund war in Duisburg nötig, um nach einem Unfall Gaffer in Schach zu halten (Symbolfoto).
Foto: imago stock&people / imago/biky
Eine Straßenbahn und ein Auto kollidieren in Duisburg. Wegen der Gaffer muss die Polizei danach zu einem ungewöhnlichen Mittel greifen.

Duisburg.  Nur mit einem Diensthund und massiven Absperrungen hat die Polizei in Duisburg am Montag einen Rettungseinsatz nach einem schweren Verkehrsunfall ermöglichen können. Bis zu zum Teil aggressive 300 Gaffer hatten sich um den Unfallort versammelt, nachdem ein Auto beim unvorsichtigen Abbiegen von einer Straßenbahn gerammt und 20 Meter weiter geschoben wurde, teilte die Polizei mit.

Schon als die ersten Polizisten und Feuerwehrleute eintrafen, war das Unfallauto für sie hinter den Gaffern gar nicht mehr zu sehen. „Die Arbeit der Einsatzkräfte wurde von lauten abfälligen und beleidigenden Rufen der Schaulustigen begleitet“, berichtete die Polizei. Um überhaupt arbeiten zu können, mussten die Gaffer durch eine Polizeiabsperrung und unter Einsatz des Diensthundes zurückgedrängt und in Schach gehalten werden.

Der Autofahrer konnte schließlich aus dem völlig demolierten Wagen gerettet werden. Er kamen mit schweren, aber nicht akut lebensbedrohenden Verletzungen ins Krankenhaus. (dpa)

 
 

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