Polizei deckt umfangreichen Betrug bei "Idiotentests" auf

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Mit erfundenen Therapie-Sitzungen und gefälschten Urkunden soll ein Ehepaar in Baden-Württembergische in großem Stil beim so genannten Idiotentest betrogen haben. Das Paar soll laut Justiz mehrere Hundert Autofahrern, die ihren Führerschein verloren hatten, irregulär geholfen haben.

Villingen-Schwenningen. Ein Ehepaar aus Schramberg bei Villingen-Schwenningen soll Hunderten Autofahrern irregulär dabei geholfen haben, nach dem Verlust ihres Führerscheins durch den "Idiotentest" zu kommen. Mittlerweile sitzen beide in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Rottweil und die Polizei am Freitag gemeinsam mitteilten. Dem 37-Jährigen und seiner 35 Jahre alten Frau wird unter anderem vorgeworfen, als vermeintliche Psychotherapeuten auf medizinisch-psychologische Untersuchungen vorbereitet und Urkunden gefälscht zu haben.

Sie sollen Probanden Bescheinigungen über Therapiesitzungen ausgestellt haben, die nie stattfanden. Die Vorwürfe gegen das Paar lauten auf gewerbsmäßige Urkundenfälschung, Gebrauch gefälschter Gesundheitszeugnisse sowie Missbrauch von Titeln. Da die Autofahrer um die Machenschaften wussten, wird den Angaben zufolge auch gegen sie ermittelt. (dapd)