Pfleger empören sich im Netz – CDU-Politiker Rüddel rudert nach Shitstorm zurück

Pflegekräfte empören sich im Netz unter dem Hashtag #twitternwierueddel über die Arbeitsbedingungen in der Pflege.
Pflegekräfte empören sich im Netz unter dem Hashtag #twitternwierueddel über die Arbeitsbedingungen in der Pflege.
Foto: Oliver Berg / dpa
  • Erwin Rüddel (CDU) hatte über die Pflege getwittert
  • Doch sein Appell kam nicht gut an
  • Er kassierte einen Shitstorm

Berlin.  Es ist ein wahrer Aufschrei der Pflegekräfte, der seit über einer Woche unter dem Hashtag #twitternwierueddel durch die sozialen Medien geht. Anlass für den Ärger: Ein Tweet des CDU-Abgeordnete Erwin Rüddel (62).

Der neuen Vorsitzende des Gesundheitsausschusses schrieb: „#Deal: Politik handelt konsequent und #Pflegende fangen an, gut über die #Pflege zu reden. Dann kommen viele wieder in die Pflege zurück und es beginnen #gutezeitenfürgutepflege“.

Diese Aussage kam bei vielen Pflegekräfte und Angehörigen gar nicht gut an. Sie schilderten daraufhin auf Twitter und Co. ihre teils schockierenden Erfahrungen im Berufsalltag:

Rüddel war Geschäftsführer einer Senioren-Residenz

Die Entrüstungswelle ging auch an Rüddel, der selbst 16 Jahre lang Geschäftsführer einer Senioren-Residenz war, bevor er 2009 in den Bundestag einzog, nicht vorbei. Er rechtfertigte sich daraufhin: „Mein Tweet sollte keine Anschuldigung gegenüber den Pflegekräften sein, sondern vielmehr darauf hinweisen, dass wir den Herausforderungen in der Pflege nur gemeinsam begegnen können“, betonte er am Dienstag in einer Mitteilung. Nur der Aufschrei ist damit noch lange nicht aus der Welt geräumt... (jei/dpa)

 
 

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