Krankenschwester schlägt mit emotionalem Bericht Alarm: „Und das wird bald noch schlimmer“

Eine Krankenschwester zeigt in einem emotionalen Bericht auf, wie es wirklich um die Krankenpflege steht.
Eine Krankenschwester zeigt in einem emotionalen Bericht auf, wie es wirklich um die Krankenpflege steht.
Foto: dpa

In Deutschland gibt es seit Jahren immer weniger Krankenpfleger. Wie dramatisch die Situation wirklich ist, zeigt der emotionale Bericht einer Krankenschwester.

Bei Facebook postete sie ein Bild von sich, das sie bei der Arbeit zeigt. Sie schreibt: „Dieses Foto stammt aus dem Jahr 2007 aus einem Spätdienst auf einer unfallchirurgischen Normalstation. Damals war für mich die Welt noch in Ordnung, Krankenpflege war mein Traumberuf, seit ich im Kindergarten war.“

Weiter schildert sie die Situation von damals. „Wir Pflegenden versorgten bis zu 39 Patienten im Spätdienst mit vier bis 5 Fachkräften, also examinierten Krankenschwestern und Krankenpflegern. Die Patienten wurden optimal versorgt, wir konnten auf Wünsche und Bedürfnisse und Patienten eingehen. Einen Vollpflegefall versorgten wir zu zweit“, schreibt sie.

Krankenschwester: „Mangelndes Personal macht es unmöglich, Patienten adäquat zu versorgen“

Doch diese Zeiten sind mittlerweile vorbei – zwölf Jahre später sieht es nämlich ganz anders aus. Die Krankenschwester schreibt: „Heute versorgen wir bis zu 45 Patienten derselben Fachrichtung im Spätdienst mit maximal drei examinierten Pflegern.“ Das führe dazu, dass man Wünsche und Bedürfnisse nicht mehr berücksichtigen könne. „Die stetig steigende Dokumentationspflicht und das mangelnde Personal machen es uns unmöglich, Patienten adäquat zu versorgen. Vollpflegefälle versorge ich allein“, so die Pflegerin.

Klingeln Patienten, dann müssten sie eine Viertelstunde warten, bis eine Schwester zu ihnen kommt. Und: „Ich bin froh, dass noch kein Patient deshalb zu Schaden kam. Das ist reines Glück.“

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Krankenschwester blickt in eine schwarze Zukunft

Die Aussichten für die Zukunft seien keineswegs bisher, im Gegenteil. „Und das wird bald noch schlimmer“, erklärt die Krankenschwester. In der Folge zählt sie einige Zahlen und Fakten auf, die alarmierend sind.

So gebe es derzeit 40.000 unbesetzte Stellen in der Pflege, für 2030 gebe es Prognosen, die die Zahl auf 300.000 steigen lassen. „Wegen fehlendem Personal werden rigoros Betten gesperrt, Schwangere finden keine Hebammen mehr. Dass wir überhaupt an diesem Punkt stehen und es niemand richtig wahrhaben will, bis er selbst betroffen ist, das sollte Angst machen!“ (cs)

 
 

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