Partielle Mondfinsternis ist heute über Deutschland zu sehen

Kein Flugzeug, sondern die Erde schiebt sich bei der partiellen Mondfinsternis zwischen Mond und Sonne.
Kein Flugzeug, sondern die Erde schiebt sich bei der partiellen Mondfinsternis zwischen Mond und Sonne.
Foto: Frank Rumpenhorst / dpa
Himmelgucker aufgepasst! An diesem Montagabend ist in Deutschland eine partielle Mondfinsternis zu sehen – wenn das Wetter mitspielt.

Berlin.  Wer in Deutschland an diesem Montag den teilweise verdunkelten Mond sehen will, sollte bei Mondaufgang gegen 20.50 Uhr zum Himmel schauen, sagte Alexander Weis von der Vereinigung der Sternfreunde in Heppenheim. Insgesamt gilt: „Wer weiter im Osten wohnt, ist leicht im Vorteil.“ Denn während der Mond in Berlin bereits um 20.37 Uhr aufgehe, habe der Erdtrabant beispielsweise in Köln erst um 20.58 Uhr seinen Auftritt.

Bei einer partiellen Mondfinsternis stehen Sonne, Erde und Mond in etwa in einer Reihe. Von Deutschland aus ist diesmal nur der zweite Teil der „Mofi“ zu sehen. Denn der Aufgang des Mondes erfolgt erst nach Mitte der Finsternis. Um 21.19 Uhr endet der sichtbare Teil der Mondfinsternis mit Austritt des Mondes aus dem Kernschatten der Erde.

Danach befindet sich der Mond noch eine Zeit in deren Halbschatten, was kaum erkennbar ist. Er ist dann auf einer Seite nur etwas weniger hell.

Chancen auf wolkenfreien Blick sind gut

Für manche Hobby-Astronomen sind die Ereignisse vielleicht ein Trostpflaster angesichts der totalen Sonnenfinsternis über den USA am 21. August, die lediglich in Teilen Nordwesteuropas zu sehen sein wird.

Das passiert bei einer Sonnenfinsternis

So entstehen eine totale und eine partielle Sonnenfinsternis.
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Voraussetzung für eine günstige Sicht ist natürlich ein klarer Himmel oder eine nur dünne, aufgelockerte Wolkendecke. „Die Chancen sind eigentlich ganz gut“, sagte Adrian Leyser, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach mit Blick auf Montagabend. „Es ist ganz überwiegend nur eine lockere und geringe Bewölkung zu erwarten.“ Lediglich im äußersten Südosten Deutschlands, am Alpenrand und südlich der Donau müsse mit einer dichten Wolkendecke und teilweise auch mit Regen gerechnet werden. (dpa)

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