Olaf verbessert die Welt

comedy Olaf Schubert hat sich in 20 Dienstjahren an der Spaßfront zu einer festen Größe gemausert. Das Pullunder-Wunder ist nicht nur optisch unverkennbar unter den Comedians. Und jetzt hat der MDR die komischste Stimme des Ostens ins Erste befördert – auf den donnerstäglichen Spätsendeplatz, der bereits von einigen Kollegen angewärmt wurde.

Inhaltlich bleibt sich der 47-jährige Sachse treu. Modisch bekennt er sich zur Unmoderne der Nachwendezeit. Auch mit betontem Sachsen-Akzent kultiviert er ein bisschen Ostalgie. Allerdings ist sein Humor nicht zu unterschätzen. Er ist auf der Höhe der Zeit. Der Stand-Up-Comedian (er steht vor Publikum und erzählt komisches Zeug) zeigt sich als verspielter Wortakrobat, der das Themenfeld Liebe als Klettergerüst für skurrile Gedanken-Übungen benutzt. Mit leichter Hand streut er immer wieder mal ernst gemeinte politische Botschaften ein.

Wirklich Neues bringt der linkisch wirkende Humor-Anarcho im Ersten jedoch nicht. Sein neues Format pflegt vor allem die Komik-Marke „Olaf Schubert“ mit Lust und Liebe. Als Betthupferl am Donnerstagabend reicht das allemal.

ARD, 22.45 Uhr

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