Oktoberfest in München: Mann will Tisch reservieren – dann sieht er dreistes Angebot

Eine Tischreservierung auf dem Oktoberfest zu bekommen, ist ziemlich schwierig. (Archivbild)
Eine Tischreservierung auf dem Oktoberfest zu bekommen, ist ziemlich schwierig. (Archivbild)
Foto: dpa

München. Einen Tisch zum Oktoberfest in einem der Zelte reservieren zu können, ist sowieso immer eine Glücks- und Geldsache. Doch nur wenige Tage vor dem offiziellen Anstich am Wochenende in München ist eine Tischreservierung eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Sollte man meinen.

Doch wer sich im Internet ein wenig umschaut, stellt schnell fest: Es ist absolut machbar, kurz vor Beginn des Oktoberfest in München einen Tisch zu reservieren.

Oktoberfest in München: Manche Angebote sind einfach absolut absurd

Denn ähnlich wie bei Fußballspielen und Konzerten gibt es einen großen, zwar legalen, aber dennoch moralisch verwerflichen Schwarzmarkt.

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Wie die tz berichtet, hat sich Sebastian Purger aus Neuötting auf die Suche nach einem Tisch gemacht und wurde tatsächlich fündig. Angebotene Reservierungen von Firmen, die sich auf den Weiterverkauf von Gutscheinen für einen Wiesn-Tisch spezialisiert haben; Kunden, die ihre Reservierung doch noch loswerden wollen.

11.499 Euro für einen Tisch auf dem Oktoberfest

Bei einem Angebot der Internetseite „tischreservierung-oktoberfest.de“ fiel Purger dann fast vom Stuhl: Für einen Doppeltisch im Marstall Festzelt werden dort 11.499 Euro gefordert.

Ein Preis, der so dermaßen über dem Originalpreis liegt, dass Purger sich doch sehr wunderte. Denn normalerweise nehmen die Festzelte pro Kopf im Durchschnitt 38 Euro am Tisch als Reservierungspreis.

Die Firma, die einen solch horrenden Preis fordert, sieht sich allerdings in keiner Schuld. Schließlich würde man nur Gutscheine kaufen, die von Firmen angeboten würden. Seit sieben Jahren bestehe das Unternehmen, alles sei legal.

Doch so ganz stimmt das nicht. Denn in den AGBs der Festzelte steht, dass die Weitergabe von Reservierungen untersagt ist.

Reservierungen dürfen nicht weitergegeben werden

Sollte man die Reservierung nicht wahrnehmen können, könne man sie an jemanden abtreten nach Absprache mit dem Festzelt. Doch die Festzeltbetreiber haben das Problem, dass sie die Reservierungen kaum überprüfen können.

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Das ist das Oktoberfest München:

  • Das Oktoberfest in München ist das größte Volksfest der Welt
  • es findet seit 1810 auf der Theresienwiese statt
  • sieben Brauereien aus München brauen spezielles Bier
  • 2019 findet es vom 21. September bis zum 6. Oktober statt

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Zu groß sei der Andrang, gerade am Wochenende und abends.

Gegenüber tz sagte allerdings Festwirt Christian Schottenhamel, dass die Kellner sensibilisiert worden sind. Säßen zum Beispiel drei Paare am Tisch und unterhalten sich kaum, dann würde nachgeforscht werden, woher denn die Reservierung stamme. Stellt sich dann heraus, dass sie nicht über das Festzelt, sondern anderweitig verschafft wurde, fliegen die Gäste raus.

Und das ist das große Problem daran: Am Ende ist immer der Käufer der Geschädigte. (fb)

 
 

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