Drama in den Bergen: Sechs deutsche Schulkinder von Lawine verschüttet

Sechs Schüler wurden von einer Lawine erfasst.
Sechs Schüler wurden von einer Lawine erfasst.
Foto: Henning Kaiser/dpa

Schreckliches Schnee-Drama am Großvenediger in Österreich.

Am Mittwochmorgen wurden sechs Schüler aus Halle an der Saale auf der Ski-Piste von einer Lawine erfasst und verschüttet.

Zum Glück endete das Drama eher glimpflich. Ein Mädchen wurde leicht verletzt, die anderen Kindern konnten ohne Blessuren geborgen werden.

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Die Lawine hatte sich gegen elf Uhr nahe der Bergstation der Wildkogelbahnen auf 1980 Metern gelöst. Sie schoss dann durch einen Graben und verschüttete einen Teil der blauen Piste, auf der sich gerade die Schüler befanden.

Zwei der Schüler wurden komplett verschüttet, zwei nur teilweise und die restlichen beiden Schüler wurden von der Wucht der Lawine über den Pistenrand geschleudert.

Zum Glück reagierten nachkommende Skifahrer schnell und gruben die Kinder aus.

Schreckliches Ski-Unglück in der Schweiz

Bereits kurz vor Silvester war es zu einem schlimmen Ski-Unglück gekommen. Damals war ein kleines Mädchen nach einem Zusammenprall auf der Piste verstorben.

Das Kind wurde gerade einmal vier Jahre alt. Die Kleine war am 29. Dezember im Skigebiet an der Lenk im Kanton Bern (Schweiz) unterwegs, als sie mit einem erwachsenen Skifahrer zusammenstieß.

Das Kind musste schwerverletzt ins Krankenhaus geflogen werden. Dort erlag es einen Tag später seinen Verletzungen.

Große Gefahr wegen starken Schneefalls

Durch den vielen Neuschnee steigt das Lawinen-Risiko stark an. „Es sind so große Mengen Neuschnees gefallen, dass sogar auf Bergen, die normalerweise als sicher gelten, Lawinengefahr herrschen kann", sagt Christoph Hummel, Sicherheitsexperte beim Deutschen Alpenverein (DAV). Viele Skigebiete schränkten den Betrieb ein: zu viel Schnee.

Der Verein rät daher zu verstärkter Vorsicht. Wer sich abseits der Piste bewegt, geht zumindest ganz generell kein höheres Unfallrisiko ein als ein Pistenskifahrer. Das zeigt die Unfallstatistik des DAV. "Die Wahrscheinlichkeit, auf der Piste einen Unfall zu haben, ist höher als bei Skitouren", sagt Hummel. "Das liegt daran, dass es in Skigebieten mehr Stürze, Kollisionen, Bänderrisse und gebrochene Haxen gibt." Unfälle in freier Natur nehmen aber im Vergleich häufiger ein tragisches Ende: Auf solchen Skitouren sei "die Gefahr eines tödlichen Unfalls höher". (göt)

 
 

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