"Tommi" hat es nicht geschafft: Obdachloser in Hannover stirbt an Unterkühlung

Bei Minusgraden auf der Straße zu übernachten, kann lebensbedrohlich sein. In Hannover ist jetzt ein Mann gestorben (Symbolbild).
Bei Minusgraden auf der Straße zu übernachten, kann lebensbedrohlich sein. In Hannover ist jetzt ein Mann gestorben (Symbolbild).
Foto: Peter Steffen/dpa

Hannover. Ein Obdachloser ist in Hannover an den Folgen einer Unterkühlung gestorben. Ein Zeuge habe den alkoholisierten und augenscheinlich leblosen 54-Jährigen am Sonntagmorgen in der Innenstadt entdeckt, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Rettungskräfte brachten den Mann in eine Klinik.

Mann stirbt am Montag in Hannover

Sie hatten bei ihm Erfrierungserscheinungen und eine Alkoholvergiftung festgestellt, berichtete die "Neue Presse". Die Feuerwehr sprach von einem internistischen Notfall. Nach Polizeiangaben starb der Mann am Montag im Krankenhaus an den Folgen der Unterkühlung.

Kumpel will "Tommi" wecken – vergebens

Wie die Zeitung berichtete, war der Erfrorene in der Obdachlosenszene als "Tommi" bekannt. Der Zeuge, ebenfalls ein Obdachloser, habe noch versucht seinen Freund mit zwei Ohrfeigen aufzuwecken. Als dies nicht gelang, rief er die Rettungskräfte.

Der Unterkühlte war in unmittelbarer Nähe der zentralen U-Bahnstation Kröpke entdeckt worden, die bei frostigen Temperaturen auch nachts für Obdachlose geöffnet ist, wie die Verkehrsbetriebe mitteilten. (dpa)

 
 

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