Nürnberg: Angreifer sticht drei Frauen nieder – Polizei spricht dringende Warnung aus

Ein Stück Polizei-Absperrband hängt an einem Tatort im Nürnberger Stadtteil St. Johannis.
Ein Stück Polizei-Absperrband hängt an einem Tatort im Nürnberger Stadtteil St. Johannis.
Foto: dpa
  • Mitten in Nürnberg werden nacheinander drei Frauen niedergestochen
  • Im Krankenhaus werden sie notoperiert
  • Von dem oder den Tätern fehlt jede Spur

Nürnberg (dpa) -. In Nürnberg (Bayern) sind am Donnerstagabend drei Frauen (26, 34 und 56) nacheinander mit Stichen schwer verletzt worden.

Laut Polizeiangaben sei nicht auszuschließen, dass die Angriffe in nahe beieinander liegenden Straßen im Stadtteil St. Johannis in Nürnberg von demselben Täter begangen wurden. Eine Mordkommission ermittelt.

11.23 Uhr:

Die Polizei Nürnberg warnt die Bevölkerung vor dem flüchtigen Mann. Er könne mit einem Messer bewaffnet sein.

10.46 Uhr:

Keine der drei niedergestochenen Frauen in Nürnberg schwebt mittlerweile mehr in Lebensgefahr. Das sagte ein Polizeisprecher am Freitag unter Berufung auf die behandelnden Ärzte.

Die Frauen sollen so bald wie möglich befragt werden.

Der Täter ist weiter auf der Flucht.

9.04 Uhr:

Nach den Stich-Attacken auf drei Frauen in Nürnberg hoffen die Ermittler, die Opfer noch am Freitag befragen zu können. Von ihnen erhofft sich die Polizei wichtige Hinweise auf den Täter, der auch am Freitagvormittag auf der Flucht war, wie ein Sprecher sagte. Zudem sollen Anwohner befragt werden, die womöglich mitbekommen haben, wie und von wem die drei Frauen am Donnerstagabend niedergestochen wurden.

Zwei 26 und 34 Jahre alte Frauen wurden durch Stiche mit einem bislang unbekannten Gegenstand lebensgefährlich verletzt, eine 56 Jahre alte Fußgängerin wurde schwer verletzt. Alle wurden in Kliniken notoperiert.

Mit zahlreichen Einsatzkräften fahndeten die Beamten am Vormittag nach dem Täter. In der Nacht waren auch ein Hubschrauber und Polizeihunde im Einsatz.

Trotz unterschiedlicher Aussagen der Frauen kurz nach den Attacken geht die Polizei dem Sprecher zufolge von einem Täter aus. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gibt es weiter nicht.

7.30 Uhr:

Die Polizei suchte in Nürnberg mit Hunden und Hubschraubern nach dem oder den Tätern – bis zum frühen Freitagmorgen jedoch ohne Erfolg.

Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gibt es nach Polizeiangaben zunächst nicht.

Die Tatwaffe ist noch nicht bekannt.

So liefen die Taten ab:

  • Gegen 19.20 Uhr kam ein Mann einer 56 Jahre alten Fußgängerin entgegen und stach ihr in den Oberkörper. Sie wurde in einem Klinikum notoperiert.
  • Gegen 22.45 Uhr stach ein Mann nur wenige Straßen weiter unvermittelt auf eine 26-Jährige ein, die gerade nach Hause lief.
  • Kurz darauf stach ein Mann auf eine 34-Jährige ein.

Die beiden letzteren Frauen erlitten lebensgefährliche Verletzungen und wurden ebenfalls notoperiert. Auch am frühen Freitagmorgen seien sie weiterhin in Lebensgefahr, sagte eine Polizeisprecherin.

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(dpa/lin)