Netflix: „Tote Mädchen lügen nicht“– Staffel 3 ist kein High-School-Märchen und das ist großartig

Die dritte Staffel von: „Tote Mädchen lügen nicht“ ist großartig, weil sie mutig ist und ihren Zuschauern mehr als nur ein High School-Märchen anbietet.
Die dritte Staffel von: „Tote Mädchen lügen nicht“ ist großartig, weil sie mutig ist und ihren Zuschauern mehr als nur ein High School-Märchen anbietet.
Foto: imago images / Future Image
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  • High School-Märchen gibt es schon genug
  • „Tote Mädchen lügen nicht“– Staffel 3 traut sich etwas und das ist großartig

Vergewaltigung, Hardcore-Mobbing, Suizid - bis hin zum versuchten Amok-Lauf. Es gibt viele krasse Szenen in der Netflix-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“. Das ist auch in der dritten Staffel wieder so – zum Glück!

Denn Teenager haben oft mit belastenden Situationen zu kämpfen, die in Serien sonst nicht so klar thematisiert werden. Es gibt schon genügend High-School-Märchen auf Netflix, die sich nicht viel trauen. Sexuelle Gewalt und schweres Mobbing anzusprechen ist nicht einfach, aber wichtig.

„Tote Mädchen lügen nicht“ gehört nicht zum romantischen Genre der High-School-Soaps und das ist auch gut so. Denn mit der Ansprache von umstrittenen Themen beweist die Serie Mut und steht damit bei Netflix leider ziemlich alleine da.

„Tote Mädchen lügen nicht“ traut sich etwas – „Èlite“ und „Riverdale“ bedienen übliche High-School Klischees

Das übliche High-School-Geplänkel, eine Crime-Szene hier und die oft gesehene Romanze mit dem Football-Schönling in College-Jacke da, das ist bei Netflix mit den Serien „Èlite“ und „Riverdale“ schon ausreichend vertreten.

In der dritten Staffel von „Tote Mädchen lügen nicht“ geht es hingegen mit Anspruch um wesentlich mehr. Wieder steht der Umgang mit Gewalt und Angst, über die keiner reden – und die auch eigentlich keiner in dieser Deutlichkeit sehen – will, im Vordergrund.

Netflix muss Plattform für umstrittene Themen bleiben und den Finger in die Wunde legen

Doch das ist wichtig. Denn wo kommen wir hin, wenn sich nicht einmal eine riesige Streaming-Plattform wie Netflix traut, umstrittene Themen anzusprechen. Klar ist, dass wir als Gesellschaft über Gewalt und den Umgang damit sprechen müssen. Denn es gibt sie ja tatsächlich. Was nützt es da, sie zu verschweigen?

„Tote Mädchen lügen nicht“ spricht mutig Gewalt-Spiralen an und zeigt echte Vorbilder wie die Charaktere Jessica Davis und Tyler Down aus der dritten Staffel. Sie lehnen sich auf, obwohl sie Angst haben.

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Lektion aus Staffel 3: Wer schweigt, kann weder sich selbst, noch anderen helfen

Die Lehre aus Staffel 3: Wer schweigt, kann weder sich selbst, noch anderen helfen. Es ist aber entscheidend, dass Mitschüler aufmerksam werden, wenn andere Probleme haben. Die Serie leistet daher ein Beitrag für mehr Sensibilität.

Wir brauchen noch viel mehr Netflix-Serien wie: „Tote Mädchen lügen nicht“, die sich trauen schlimme – manchmal sogar schreckliche Themen anzusprechen.

 
 

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