Netflix: Nach heftiger Kritik – Streamingdienst löscht brisante Szene

Clay Jensen (gespielt von Dylan Minnette) ist der Hauptcharakter der Netflix-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“.
Clay Jensen (gespielt von Dylan Minnette) ist der Hauptcharakter der Netflix-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“.
Foto: imago images / Cinema Publishers Collection

Der Streamingdienst Netflix haut immer wieder unfassbar erfolgreiche Eigenproduktionen raus. Neben „Stranger Things“ gehört „Tote Mädchen lügen nicht“ zu den beliebtesten Produktionen – aber auch zu den umstrittensten.

Denn die Teenie-Serie von Netflix thematisiert ein schwieriges Thema: Den Suizid eines jungen Mädchens. Psychologen warnten, dass die dramaturgische Darstellung der Thematik Betroffenen im echten Leben mehr gefährden könne, anstatt ihnen zu helfen.

Netflix: Diese Szene wurde herausgeschnitten

Besonders eine Szene in der letzten Folge der ersten Staffel sorgte für viel Aufsehen: In einer 3-minütigen Szene wird explizit gezeigt, wie sich die Schülerin Hannah Baker in der Badewanne ihrer Eltern das Leben nimmt.

Mit Blick auf die bald anlaufende dritte Staffel hat Netflix nun bekanntgegeben, dass man die Szene auf Anraten von medizinischen Experten, unter denen auch die Vorsitzende der US-amerikanischen Organisation für Suizidprävention Christine Mouter war, entfernt habe.

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Viele haben erstmals über ihre Probleme gesprochen

Netflix gab diese Entscheidung am Montag auf Twitter bekannt. Man hat mit „Tote Mädchen lügen nicht“ aber durchaus positive Erfahrungen gemacht.

Der Streaminganbieter schreibt dazu:

  • „Wir haben von vielen jungen Menschen gehört, dass 'Tote Mädchen lügen nicht' sie dazu ermutigt hat, über schwierige Themen wie Depressionen und Suizid zu sprechen – oftmals zum ersten Mal. In Vorbereitung auf den Start der dritten Staffel später diesen Sommer haben wir aufmerksam die immer noch andauernde Debatte über die Serie verfolgt. Auf Raten von medizinischen Experten, unter denen auch Dr. Christine Moutier, Vorsitzende der US-amerikanischen Organisation für Suizidprävention war, haben wir uns gemeinsam mit Brian Yorkey und den Produzenten von 'Tote Mädchen lügen nicht' entschieden, die Szene in welcher Hannah sich das Leben nimmt aus der ersten Staffel zu entfernen.“

Wann genau die dritte Staffel dann endlich erscheinen wird, ist noch nicht bekannt. Sie soll aber noch 2019 veröffentlicht werden.

Anmerkung der Redaktion: Wenn Du selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden oder jemanden kennst, der daran leidet, kannst du dir bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Du erreichst sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt. (db)

 
 

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