Nachdem sie eine Kiste mit Fotos findet, bringt eine Frau ihren Vater um – und hütet das Geheimnis 12 Jahre lang

Fotos aus ihrer Kindheit rissen bei einer Frau aus Großbritannien offenbar alte Wunden auf (Symbolbild).
Fotos aus ihrer Kindheit rissen bei einer Frau aus Großbritannien offenbar alte Wunden auf (Symbolbild).
Foto: liveslow / Getty Images/iStockphoto
  • Eine Frau findet im Haus ihres Vaters alte Fotos
  • Bei ihr brennen alle Sicherungen durch, sie tötet ihren Vater
  • Hinter der Tat steckt eine tragische Geschichte

Reddish.  Zwölf Jahre bewahrte sie ihr dunkles Geheimnis. Dann ging eine 63-jährige Frau aus Reddish, einem Vorort von Manchester, zur Polizei. Sie hatte ihren damals 87 Jahre alten Vater umgebracht – aus Rache für das, was er ihr angetan hatte. Nun wurde sie von einem Gericht wegen Totschlags zu neun Jahren Haft verurteilt, berichtet die Zeitung „Manchester Evening News“.

Auch wenn es nichts geben mag, das die Tat rechtfertigen kann, hinter ihr steckt eine überaus tragische Geschichte. Mehr als 40 sei die Frau von ihrem eigenen Vater sexuell missbraucht und hundertfach vergewaltigt worden, berichtet der „Guardian“.

Schon als Kind hätte der Vater sie demnach zu einem zwielichtigen Fotografie-Club mitgenommen und von anderen Männern intim fotografieren lassen. Bis zuletzt habe er sie sexuell missbraucht.

Kiste mit Fotografien weckte bittere Erinnerungen

Doch warum brachte die Frau ihren Vater irgendwann um? Auch dafür gibt es offenbar Erklärungen. Im Januar 2006 habe sie eine Kiste mit Fotografien gefunden, die sie als Kind zeigten. Die Fotos rissen bei ihr offenbar alte Wunden auf.

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Mit einer Gartenschaufel schlug sie zweimal auf ihren Vater ein, durchtrennte anschließend seine Kehle. Die Leiche rollte sie in einen Teppich und vergrub sie im Garten.

Ihren Geschwistern erzählte sie, der Vater sei gestorben, er habe eine anonyme Beerdigung gewollt. Die Nachbarn schöpften keinen Verdacht. Selbst die Behörden führte die Frau jahrelang an der Nase herum, kassierte 190.000 Pfund.

Frau lebte im Haus ihres mutmaßlichen Peinigers

Zwölf Jahre lebte sie in dem Haus mit dem Garten, in dem ihr Vater begraben lag. Irgendwann sei schließlich die Hausverwaltung misstrauisch geworden. Schaffte es die Täterin zunächst noch, sie mit Ausreden abzuspeisen, sei dies am Ende kaum noch möglich gewesen. Ein Termin, bei dem die Hausverwaltung ihren Mieter sehen wollte, wurde offenbar unausweichlich.

Das war der Zeitpunkt, als sich die Frau der Polizei stellte. Ihr Anwalt hatte noch versucht, einen Freispruch für sie zu erkämpfen. Das Gericht sah das anders. Nun muss sie für neun Jahre ins Gefängnis. (jkali)

 
 

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