Nach Massaker - US-Bundesstaat will Südstaatenfahne abhängen

Noch weht die Konföderierten-Flagge vor dem Kapitol in Columbia. Sollte die Gouverneurin des Bundesstaates dem Parlamentsbeschluss zustimmen, wird sie bald abgenommen.
Noch weht die Konföderierten-Flagge vor dem Kapitol in Columbia. Sollte die Gouverneurin des Bundesstaates dem Parlamentsbeschluss zustimmen, wird sie bald abgenommen.
Foto: dpa
Parlament von US-Staat South Carolina stimmt dafür, Südstaatenflagge abzuhängen. Reaktion auf Massaker an Schwarzen in Charleston.

Columbia.. Nach dem Senat hat auch das Repräsentantenhaus des US-Bundesstaats South Carolina dafür gestimmt, die Konföderierten-Flagge vom Kapitol in der Hauptstadt Columbia zu entfernen. Die Parlamentarier votierten am Donnerstag nach zehnstündiger Debatte dafür, wie die Zeitung "Charleston Post and Courier" berichtete.

Abgeordnete der Republikaner hatten die Abstimmung über den Gesetzentwurf mit einer Diskussion über Änderungsanträge in die Länge gezogen. In einem zweiten Votum entschieden die Parlamentarier, dass das Banner in ein Museum wandern soll.

Die Konföderierten-Flagge steht aus Sicht von Kritikern für die Bereitschaft der damaligen Südstaaten, die Sklaverei im Krieg gegen die nördlichen Bundesstaaten zu verteidigen. Befürworter sehen sie dagegen als identitätsstiftendes Symbol für die Südstaaten. Die langjährige Debatte um die rot-blaue Fahne ist nach dem Massaker an neun Menschen in der mehrheitlich von Schwarzen besuchten Emanuel-Methodistenkirche in Charleston vor gut drei Wochen neu entbrannt.

Nun muss noch die Gouverneurin des südlichen Bundesstaats, Nikki Haley, zustimmen. Die Republikanerin hatte sich dafür ausgesprochen, das Südstaaten-Banner, das aus der Zeit des US-Bürgerkriegs (1861-1865) stammt, entfernen zu lassen (dpa)

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