Nach Facebook-Aufruf: Krebskranker Lehrer bekommt Krankheitstage für Chemotherapie von Kollegen geschenkt

Der Geschichtslehrer aus Florida konnte auf seine Kollegen bauen. (Symbolbild)
Der Geschichtslehrer aus Florida konnte auf seine Kollegen bauen. (Symbolbild)
Foto: imago stock&people / imago/ZUMA Press
  • Ein Geschichtslehrer aus Florida erkrankte an Darmkrebs
  • Für die Chemotherapie standen ihm nicht genügend Krankheitstage zur Verfügung
  • So spendeten ihm Kollegen ungenutzte Krankheitstage

West Palm Beach.  Im Mai 2018 erhielt Robert Goodman die niederschmetternde Diagnose Darmkrebs. Der Geschichtslehrer aus Florida nahm sofort alle ihm verbliebenen Krankheitstage, um sich der notwendigen Behandlung zu unterziehen. Die Tage waren schnell aufgebraucht – zu schnell, um die Therapie abzuschließen. Von seinem Schicksal berichtet bbc.com.

So hätte der Lehrer bereits im Juli wieder mit der Arbeit beginnen oder unbezahlten Urlaub nehmen müssen. Beide Optionen waren gleichermaßen schlecht. Er habe sich nicht zugetraut, während der Chemotherapie zur Schule zu gehen, wie er bbc.com sagte. Schließlich würden die Schüler immer wieder Erkältungs- oder Grippeviren in die Schule bringen, die für Chemo-Patienten gefährlich sein können.

Facebook-Post ging viral

Auf sein Einkommen zu verzichten wäre aber ebenfalls unmöglich gewesen. Also startete er einen Facebook-Aufruf. Das Schulsystem in Florida ermöglicht es, dass Lehrer und Schulmitarbeiter untereinander Krankheitstage tauschen und verschenken können. Ungenutzte Krankheitstage können sie sich zum Renteneinstieg bar auszahlen lassen.

In seinem Post erkundigt er sich danach, ob ihm andere Lehrer Krankheitstage spenden könnten. Bereits 20 weitere Tage würden reichen, um sich zwölf Wochen lang der Chemotherapie zu unterziehen.

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Der Aufruf stieß auf eine überwältigende Resonanz. Er wurde fast 2.500 Mal geteilt, über 400 Personen haben Kommentare hinterlassen und ihm Besserungswünsche ausgesprochen.

Mehr gespendete Tage als erwartet

Bereits vier Tage nach der Veröffentlichung des Posts hatten andere Lehrer und Schulmitarbeiter rund 100 Krankheitstage gespendet. „Es überrascht mich, wie schnell es passiert ist“, sagte Goodman bbc.com, „aber es überrascht mich nicht, dass Lehrer sie mir gaben. Lehrer geben immer – es ist ein Beruf des Gebens.“ Es handle sich um eine große Familie.

Goodman wird nicht vor Januar 2019 in die Schule zurückkehren müssen – genug Zeit, um die Chemotherapie abzuschließen und Kraft zu tanken. (raer)

 
 

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