Mutmaßlicher Frauenmörder nach 25 Jahren gefasst – ausgerechnet dieses Detail überführte ihn

Ein mutmaßlicher Frauenmörder wurde in den USA gefasst.
Ein mutmaßlicher Frauenmörder wurde in den USA gefasst.
Foto: dpa

Vancouver. Eigentlich galt dieser Mord schon als Cold Case. Doch dank modernster DNA-Technologie und unter Zuhilfenahme einer öffentlichen Genealogie-Datenbank könnte die Polizei in Vancouver bald Licht ins Dunkle bringen.

Am Sonntag nahmen die Polizei einen heute 57 Jahre alten Mann während einer Verkehrskontrolle fest. Er wird verdächtigt, den Mord an der damals 26-jährigen Audrey F. begangen zu haben.

25 Jahre alter Mord in Vancouver: Wird er bald aufgeklärt?

Das Portal „Oregonlive“ fasst den 25 Jahre alten Mordfall noch einmal zusammen. Am 7. Juli 1994 wurde die Polizei in die Appartements eines Blocks am East Fourth Plain Boulevard in Vancouver gerufen.

Jemand hatte die Beamten angerufen, da er sich Sorgen um das Wohlergehen einer Nachbarin machte. In der Wohnung eingetroffen fanden sie Audrey F., die Mutter eines fünfjährigen Sohnes, erwürgt in ihrem Bett.

Der erste Verdacht war vielleicht bereits der Richtige

Schon kurz nach der Tat geriet der 57-Jährige unter Verdacht, da er bereits 1986 wegen eines sexuellen Übergriffes mit Todesfolge in Clark County verurteilt worden war. Auch hier wurde das Opfer erdrosselt.

Ihm wurde eine biologische Probe entnommen, jedoch nie in eine Datenbank hochgeladen und im Jahre 2000 vernichtet.

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Privatfirma trug wesentlich zur Auflösung bei

Obwohl am Tatort ebenfalls Proben entnommen wurden, konnte die Polizei den Fall in den letzten 25 Jahren nicht lösen. Immer wieder testeten die Ermittler mehrere Personen, kamen aber nie zu positiven Ergebnissen.

Die zuständige Kommission wandte sich an eine private Firma, die Privatpersonen anbietet, ihre eigene DNA einzureichen, um so Ahnenforschung zu betreiben.

Ein alter Verdächtiger

Dadurch konnten die Beamten mehrere Personen ermitteln, deren DNA auf erhebliche Weise den Spuren ähnelte, die damals am Tatort sichergestellt wurden.

Man beschränkte die Liste der Verdächtigen, indem man verschiedene Faktoren wie Alter, Ort und Herkunft berücksichtigte. Die Spur führte erneut zu Knapp.

Eine weggeworfene Zigarette wurde ihm zum Verhängnis

Sie folgten ihm mehrere Monate, bis sie durch einen unglaublichen Zufall an seine DNA gelangten: Eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe.

Die DNA, die sie von der Zigarette entnehmen konnten, entsprach jener, die am Tatort sichergestellt worden war. Wie Oregonlive schreibt, sollte die Anklageschrift am Mittwoch verlesen werden.

Jetzt kann die Familie vermutlich endlich abschließen

Der ermittelnde Polizist erzählte Audreys Vater und Bruder von der Festnahme. „Es war sehr emotional“, so der Polizist über das Gespräch mit dem Vater.

„Er dachte, er würde sterben, ohne jemals zu erfahren, was mit seiner Tochter geschehen ist.“

In einem veröffentlichtem Statement schreibt die Familie: „Dass der Fall nach fast 25 Jahren wieder geöffnet wird, reißt alte Wunden wieder auf. Unsere Familie durchlebt den ganzen Schmerz von Neuem. Aber nun haben wir endlich die Möglichkeit, mit unserer größten Ungewissheit abzuschließen.“ (db)

 
 

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