Lügen-Mutter will Sozialleistungen erschleichen – deswegen verlangt sie von ihren Kindern DAS

Vor dem Landgericht Lübeck muss sich diese 49-jährige Mutter wegen Misshandlung verantworten.
Vor dem Landgericht Lübeck muss sich diese 49-jährige Mutter wegen Misshandlung verantworten.
Foto: dpa

Eine vierfache Mutter (49) aus der Nähe von Lübeck hat Behörden gegenüber vorgetäuscht, dass ihre Kinder krank seien, um von den Sozialleistungen zu profitieren. Dazu hat sie ihre Kinder allen Ernstes gebeten, sich in den Rollstuhl zu setzen und die Krankheit bloß vorzutäuschen.

Maike B. (49) muss sich seit Montag aus diesem Grund wegen Betruges und Misshandlung von Schutzbefohlenen vor dem Landgericht Lübeck verantworten.

Lübeck: Staatsanwaltschaft wirft Mutter Misshandlung vor

Der Vorwurf: Die Mutter aus dem Kreis Ostholstein habe sich nur Sozialleistungen erschleichen wollen.

Mutter fälscht Arztberichte und schildert Ärzten falsche Symptome

Dazu soll sie zwischen 2010 und 2016 unter anderem Arztberichte gefälscht und den Ärzten falsche Symptome geschildert haben.

Dadurch mussten die heute zwischen zehn und 18 Jahre alten Kinder nach Angaben der Staatsanwaltschaft unnötige medizinische Behandlungen über sich ergehen lassen.

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Staatsanwaltschaft: Misshandlung hat seelische Folgen für Kinder

Beispielsweise hätten ihre Kinder mehrere Stunden am Tag im Rollstuhl sitzen müssen. Wenn sie aus dem Rollstuhl aufstehen würden, würden sie tatsächlich querschnittsgelähmt werden, habe die Mutter ihren Kindern gedroht. Das berichtet die „Bild“. Die Kinder seien in dem Glauben großgeworden, sie hätten die Glasknochenkrankheit oder Rheuma.

Laut der Staatsanwaltschaft sei diese Misshandlung für die Kinder nicht ohne seelische Folgen geblieben.

Mutter tingelte durch Talkshows und erzählte vom Leid ihrer Kinder

Mit all ihren Lügengeschichten ging Maike B. sogar offensiv an die Öffentlichkeit: So sprach sie 2014 erst bei „Stern TV“, dann bei „Markus Lanz“ vom schrecklichen Schicksal ihrer Familie. Mehrere Artikel erschienen über die „tapfere Alleinerziehende“, unter anderem bei „Spiegel Online“ und den „Lübecker Nachrichten“.

Urteil wird im Oktober erwartet

Für das Verfahren hat das Landgericht Lübeck 43 Zeugen und sechs Sachverständige vorgeladen. Ein Urteil soll im Oktober fallen. (mj mit dpa)

 
 

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