„Mohammad“ auf Platz 5 der beliebtesten Kindernamen – Stadt Wien wehrt sich gegen Manipulations-Vorwürfe

Vornamen aus der Bibel erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit.
Vornamen aus der Bibel erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit.
Foto: imago
  • Die Stadt Wien veröffentlichte die Liste der beliebtesten Kindernamen 2016
  • Die „Kronen“-Zeitung fand allerdings noch eine interne Liste
  • Dort belegt der Name Mohammad den fünften Platz

Wien.  Versucht die Stadt Wien da etwas zu vertuschen? Die österreichische Hauptstadt veröffentlichte vor kurzem die Liste mit den beliebtesten Vornamen 2016. Die Top 10 der Jungen belegten demnach, wie seit vielen Jahren, biblische Namen: Auf David folgen Maximilian und Alexander.

Das kam der „Kronen“-Zeitung wohl nicht ganz richtig vor – waren in den letzten Jahren doch vermehrt Menschen aus muslimisch geprägten Ländern nach Wien gezogen. Recherchen des Blattes offenbarten eine Überraschung.

Immer mehr Jungen werden Mohammad genannt

So gäbe es laut der veröffentlichten, offiziellen Liste noch eine interne Liste des Magistrats der Stadt. Auf dieser Liste seien die verschiedenen Schreibweisen der Vornamen (etwa Alexander und Aleksander) addiert worden.

Damit verschiebt sich auch das Vornamen-Ranking – auf dem fünften Platz steht nicht mehr der Name Lukas, sondern Mohammad (mit der Alternativschreibweise Muhammad). Insgesamt 124 Kinder seien so genannt worden – Tendenz steigend. Im Jahr 2010 waren es noch 99 Jungen.

Stadt Wien wehrt sich gegen Vorwürfe der Manipulation

Der Sprecher des Wiener Bürgermeisters wehrte sich inzwischen gegen die Vorwürfe der Manipulation: „Beide Listen sind korrekt. Wir wollen sicher nichts verschweigen, das wird korrigiert.“ (lhel)

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