Mit der #Icarechallenge kann jeder die Welt ein bisschen besser machen – auch du!

Ein hilfsbedürftiger Mann bittet auf dem Kurfürstendamm in Berlin um Spenden. Die Initiatoren der #Icarechallenge möchten ihm und anderen Bedürftigen helfen.
Ein hilfsbedürftiger Mann bittet auf dem Kurfürstendamm in Berlin um Spenden. Die Initiatoren der #Icarechallenge möchten ihm und anderen Bedürftigen helfen.
Foto: Andres Benedicto / dpa
  • Wenn du an der #Icarechallenge teilnimmst, kannst du bedürftigen Menschen helfen
  • Dabei geht es um kleine Gesten, die dich im Alltag keine große Mühe kosten
  • Die Initiatoren der Challenge sind bereits durch originelle Spendenaktionen aufgefallen

Berlin.  Nach der „Ice Bucket Challenge“ hat das Internet endlich einen neuen Wettbewerb! Die Rede ist von der #Icarechallenge, mit der du die Welt ganz einfach ein kleines bisschen besser machen kannst. Und das Beste ist, dass du dir dabei keinen Kübel kaltes Wasser über den Kopf schütten musst. Versprochen.

Was steckt dahinter? Die Idee hinter der Challenge ist simpel, aber genial: Nutzer werden von Freunden auf Facebook oder Instagram dazu nominiert, Bedürftigen Essen oder Geld zu spenden.

Die Nominierten posten dann von der Spende ein Video, und rufen darin wiederum weitere Bekannte auf, bei der Challenge mitzumachen. Auf diese raffinierte Weise verbreitet sich der Aufruf zur guten Tat blitzschnell im Netz. Die Initiatoren schreiben auf Facebook, dass die Challenge jeden User dazu motivieren soll, „die Gesellschaft um sich selbst herum ein klein wenig positiver zu gestalten.“

Es geht um kleine Gesten im Alltag

Es geht dabei vor allem um die kleinen Gesten, die im Alltag niemanden viel Mühe kosten. Beispielsweise kann man einem Obdachlosen auf der Straße Kleidung oder Lebensmittel geben.

Von der Spende müssen die Teilnehmer auch nicht unbedingt ein Video machen. Ein einfacher Post reicht aus, um die gute Tat zu dokumentieren.

Nach der „Ice bucket challenge“ kommt nun die #Icarechallenge

Angelehnt ist das Projekt an die „Ice Bucket Challenge“ vom Sommer 2014, in der Leute sich gegenseitig dazu nominierten, sich vor laufender Kamera Eiswasser über den Kopf zu kippen. Mit dieser Aktion sollte damals auf die Krankheit ALS aufmerksam gemacht werden.

Und die #Icarechallenge hat sogar einen Vorläufer: Die Aktion #LeGrandDéfi, die auf dieselbe Weise zu Spenden in Frankreichs Vorstädten aufruft. Hinter der #Icarechallenge steckt die Initiative „Hass hilft“. Sie ist Teil des Zentrums Demokratische Kultur (ZDK).

„Hass hilft“ generiert auch Spenden durch Hass-Kommentare

Bekannt wurde „Hass hilft“ ursprünglich mit der originellen Idee, mit Hass-Kommentaren in sozialen Netzwerken Spendengelder zu generieren. Durch diese unfreiwilligen Spenden kamen bereits über 20.000 Euro zusammen, die an die Flüchtlingsprojekte der „Aktion Deutschland Hilft“ sowie das Aussteigerprojekt für Rechtsextreme „EXIT-Deutschland“ gehen. (leve)