Mindestens sechs Tote durch Orkantief "Xaver"

In Polen starben mehrere Menschen. Ein Baum war auf ihr Auto gestürzt.
In Polen starben mehrere Menschen. Ein Baum war auf ihr Auto gestürzt.
Foto: dpa
Auf seinem Weg über Europa hat hat das Orkantief "Xaver" weniger schlimm gewütet als befürchtet. Nach Angaben von Feuerwehr und Polizei gab es zwar zahlreiche Sturm-Einsätze, gravierende Schäden blieben aber aus. Europaweit starben mindestens sechs Menschen. Aktuelle Infos im Live-Ticker.

Hamburg. Das Orkantief "Xaver" ist auf dem Rückzug. "Das Schlimmste ist überstanden", sagte Diplom-Meteorologe Christian Herold von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Europaweit starben mindestens sechs Menschen.

Die wichtigsten Infos im Live-Ticker:

14:13 Uhr: Die Feuerwehr Oberhausen hatte sich auf Sturmtief „Xaver“ vorbereitet. Die Freiwilligen Feuerwehren Königshardt, Sterkrade, Mitte und Süd waren informiert und standen neben den Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr bereit. Doch es blieb zum Glück im gesamten Stadtgebiet relativ ruhig. Die Feuerwehr musste insgesamt nur zu fünf Sturmeinsätzen ausrücken. Drei Bäume sind dem Sturmtief zum Opfer gefallen und mussten von öffentlichen Verkehrswegen entfernt werden.

Der Deutsche Wetterdienst gibt jedoch noch keine Entwarnung. Bis Freitagabend 18 Uhr können weiterhin Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten bis 75 km/h über Oberhausen hinwegfegen.

13.55 Uhr: Orkantief "Xaver" hat vor allem an den Küsten Schäden angerichtet. Die finanzielle Folgen des Sturms lassen sich aber noch nicht abschätzen. Dafür sei es noch viel zu früh, sagte ein Sprecher der weltgrößten Rückversicherers Munich Re am Freitag in München. Dieser Prozess werde Wochen brauchen. "Xaver" zeige aber deutlich die Wichtigkeit von vorbeugenden Maßnahmen wie Küstenschutz oder Warnsystemen.

13.50 Uhr: 30,8 Meter pro Sekunde - das war am Donnerstagabend der Spitzenwert, den die Wetterstation am Kahlen Asten registrierte. Der Polizei wurden kreisweit insgesamt 37 witterungsbedingte Einsätze gemeldet. In Brilon-Petersborn stürzte eine Fichte auf ein Haus. In Grönebach wurde ein 19-jähriger Mann bei Arbeiten an einem Lkw von einer hochschnellenden Plane verletzt. Er kam zur Behandlung ins Krankenhaus.

13.39 Uhr: In Meschede konnte ein Autofahrer am Donnerstagabend einem umgestürzten Baum auf der Briloner Straße nicht mehr ausweichen. Er fuhr frontal gegen den Baum und kam unverletzt mit dem Schrecken davon.

13:19 Uhr: Traurige Bilanz des Orkans: Europaweit starben mindestens sechs Menschen. In Polen starben drei Menschen, als ein Baum auf ihr Auto stürzte. Im Norden des Landes waren nahezu 400.000 Menschen zeitweise ohne Strom. In Großbritannien brachten die Behörden tausende Menschen wegen der Sturmflutgefahr in Sicherheit. In Schweden wurde ein Mensch von einem Baum erschlagen.

13.15 Uhr: Am Freitagmorgen sorgten dann Schnee und Eis für glatte Straßen im Kreis Olpe. Während es in 15 Fällen bei Sachschäden blieb, wurden bei einem Unfall auf dem Verbindungsweg zwischen Welschen Ennest und Oberveischede zwei Personen im Alter von 55 und 29 Jahren verletzt.

"Xaver" auf dem Rückzug

13.11 Uhr: Die Polizei im Kreis Olpe hatte viel Arbeit mit den Auswirkungen von Sturmtief Xaver. Neben einigen umgestürzten Bäumen im gesamten Kreisgebiet waren in Olpe, Rhode, Lennestadt-Trockenbrück und Kirchhundem-Flape Bauzäune auf Fahrbahnen geweht worden. Im Bereich Wenden-Löffelberg fiel ein Baum auf eine Telefonleitung. In Drolshagen-Fahrenschotten blockierte ein Lkw die Fahrbahn, weil er wegen Straßenglätte an einem Steigungsstück nicht mehr weiter kam.

12.54 Uhr: Positive Nachrichten vom Meteorologen: Orkantief "Xaver" ist auf dem Rückzug. "Das Schlimmste ist überstanden", sagte Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

12.32 Uhr: In Herdecke ist die Feuerwehr am Morgen ausgerückt, weil ein Baum auf die Straße Am Semberg zu stürzen drohte. Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute fällten und entfernten den Baum. Am Donnerstagabend hatte es in Herdecke zehn Einsätze durch Folgen des Orkantiefs gegeben.

12.24 Uhr: In Großbritannien mussten tausende Menschen wegen weiterer Sturmfluten durch das Orkantief "Xaver" ihre Häuser verlassen. Obwohl die Pegelstände am Freitagmorgen zurückgingen, warnten die Behörden vor zwei weiteren Sturmfluten in der Ostküste. Rund 10.000 Haushalte in Norfolk im Osten und Sussex im Südosten Englands wurden evakuiert. Zum zweiten Mal innerhalb von nur zwei Tagen wurde die Thames Barrier geschlossen, eine riesige Flutschutzanlage zum Schutz von London.

Zweitstärkste Sturmflut in der Geschichte Hamburgs

12.15 Uhr: Die Sturmflut vom Morgen ist die zweitstärkste in der Geschichte Hamburgs. Nur die Flut von 1976 sei noch heftiger aufgelaufen, hieß es bei der Hamburger Innenbehörde. Am Freitagmorgen wurde im Hamburger Hafen ein Wasserstand von 6,09 Meter über Normal Null (NN) (3,98 Meter über dem Mittleren Hochwasser) erreicht, 1976 waren es 6,45 Meter über NN (4,67 Meter über dem Mittleren Hochwasser). Bei der verheerenden Sturmflut von 1962 lag der Pegel bei 5,70 Meter über NN (4,03 Meter über dem Mittleren Hochwasser). Damals waren die Deiche niedriger und instabiler.

12.11 Uhr: Die Folgen waren in Deutschland bislang glimpflich - aber "Xaver" macht vor allem den Feuerwehren viel Arbeit. Nach Angaben des Deutschen Feuerwehrverbandes waren und sind mehr als 10.000 Feuerwehrmänner und -frauen wegen des Orkantiefs im Einsatz.

11.52 Uhr: Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) hat sich nach der überstandenen Sturmnacht erleichtert gezeigt. "Heute Nacht hat Deutschland den Atem angehalten und auf unsere Deiche geschaut - sie haben Stand gehalten", sagte Habeck am Freitag. Die Mitarbeiter des Küstenschutzes hätten tolle Arbeit geleistet. "Für die durchwachte Nacht, für Arbeit und Ausdauer und die Verlässlichkeit danke ich von ganzem Herzen", sagte Habeck.

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11.38 Uhr: Die Halligen werden auch am Freitag noch nicht wieder angefahren. Von Sylt kommen Besucher und Anwohner ebenfalls noch nicht wieder mit dem Auto zurück aufs Festland.

Erste Fähren von Amrum und Föhr wieder gestartet

11.33 Uhr: Die nordfriesischen Inseln Amrum und Föhr sind wieder erreichbar. Die ersten Fähren von den Inseln sind um 10.45 Uhr gestartet, wie eine Sprecherin der Reederei W.D.R am Freitag sagte. Der Anleger in Dagebüll sei nach den Überflutungen am Vortag wieder freigeräumt. Am Nachmittag wird der Fährbetrieb aber bis zum Abend wegen einer erneuten Sturmflut zunächst wieder ausgesetzt.

Sturm drückte Kohlenmonoxid in Badezimmer zurück

11.24 Uhr: "Xaver" trat in Bochum glücklicherweise relativ bescheiden auf - so bilanziert die Feuerwehr. Sie verzeichnete bis Freitagmorgen insgesamt 36 Sturmeinsätze wegen loser Dachziegel, abgeknickter Äste und einigen - zum Teil größeren - entwurzelten Bäumen. Eine Person wurde leicht verletzt, als ein Baum auf ein Auto fiel.

10.54 Uhr: Welche indirekten Folgen so ein Sturm wie "Xaver" haben kann, zeigt sich in Lünen: Dort hat ein 17-Jähriger eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten. Laut Schornsteinfeger wurde offenbar durch den starken Winddruck Heizungsgase ins Badezimmer gepresst.

10.39 Uhr: Mehr als fünf Stunden lang saßen Fahrgäste am Donnerstagabend in einer Eurobahn im Münsterland fest. Ein Baum war bei Davensberg auf die Oberleitung gefallen. Viele Insassen beschwerten sich über mangelnde Informationen der Bahn.

Regionalliga-Spiel zwischen Siegen und RWE abgesagt 

10.21 Uhr: "Xaver" wirbelt den Spielplan der Fußball-Regionalliga durcheinander: Die Partie zwischen den Sportfreunden Siegen und Rot-Weiss Essen - eigentlich geplant für Samstag, 14 Uhr - wurde wegen einer geschlossenen Schneedecke im Leimbachstadion abgesagt.

10.01 Uhr: Eine erste Sturm-Bilanz aus Dortmund: Polizei und Feuerwehr gut, aber nicht übermäßig zu tun. Vom "P&C"-Dach an der Reinoldikirche stürzte ein Gerüstteil auf den Platz, aus dem Riesen-Weihnachtsbaum auf dem Hansaplatz lösten sich einige Lichterketten.

Nahverkehr in und um Siegen ausgebremst

09.38 Uhr: Schnee und Straßenglätte haben am Morgen den öffentlichen Nahverkehr in und um Siegen ausgebremst. Wie die Verkehrsbetriebe Westfalen Süd (VWS) online mitteilten, waren am Morgen alle Bergstrecken im Siegener Stadtgebiet nicht befahrbar. Gegen 9.30 Uhr waren zumindest manche der Bergstrecken wieder befahrbar; es kommt aber weiter in der Region zu großen Verspätungen.

09.28 Uhr: Die Bahn in NRW meldet am Morgen vereinzelte Beeinträchtigungen. Eine Oberleitungsstörung auf der Strecke Duisburg - Mönchengladbach zwischen Krefeld und Viersen sorgt bis in den Vormittag hinein für Ausfälle und Verspätungen. Gegen 9 Uhr hat die Polizei bei Bochum eine Person im Gleis gemeldet. Hier soll es noch eine bis eineinhalb Stunden zu Störungen kommen.

Ist mein Zug pünktlich? Die Bahn informiert über Ankünfte und Abfahrten online:

Bahn: Ankunft/Abfahrt

09.23 Uhr: Die Lufthansa für Freitag weitere Flüge gestrichen. Am Morgen standen rund 70 abgesagte Verbindungen auf der Website des Unternehmens. Betroffen waren vor allem Inlandsflüge von und nach Norddeutschland. Die Fluggäste bleiben aufgefordert, sich über den Status ihrer Verbindung zu informieren.

Baum in Herne auf Auto gestürzt 

08.55 Uhr: 6,09 Meter über Normal Null - das ist der Wasserstand des Hochwasser-Scheitels in Hamburg von 6.15 Uhr. Eine solche Sturmflut habe es in den letzten 10, 20 Jahren nur sehr selten gegeben, sagte Thomas Butter von der Innenbehörde der Millionenstadt. Größere Schäden wurden zunächst nicht bekannt. Die Wasserstände der Elbe fielen bereits wieder.

08.35 Uhr: Blick nach Belgien: Die befürchteten Überschwemmungen an der belgischen Küste sind ausgeblieben. Ein regionaler Katastrophenplan wurde wieder aufgehoben. Das Meer stieg in der Nacht auf einen Wasserstand von bis zu 6,33 Meter an - der höchste Stand seit Jahrzehnten.

Bundesligapartie Bremen-Bayern kann stattfinden

08.22 Uhr: Gute Nachrichten für Fußballfans aus Bremen: "Xaver" hat das Bremer Weserstadion in der Nacht verschont. Das durch das Unwetter gefährdete Bundesliga-Spiel zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern München kann an diesem Samstag um 15.30 Uhr angepfiffen werden. Das teilte Weder-Bremen am Freitagmorgen via Twitter mit.

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>ENTWARNUNG! Hochwasser bleibt unter der Deichkrone, <a href="https://twitter.com/search?q=%23Werder&amp;src=hash">#Werder</a> und das Weser-Stadion bleiben verschont! Bayern-Spiel findet statt. <a href="https://twitter.com/search?q=%23xaver&amp;src=hash">#xaver</a></p>&mdash; SV Werder Bremen (@werderbremen) <a href="https://twitter.com/werderbremen/statuses/408844748166664192">6. Dezember 2013</a></blockquote>

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08:17 Uhr: Menschen sind am Donnerstagabend in Herne duch das Orkantief „Xaver“ nicht zu Schaden gekommen, berichtete die Feuerwehr. Es hätte aber alles auch viel schlimmer kommen können: In Herne-Süd ist ein entwurzelter Baum auf ein fahrendes Auto gestürzt.

Hochhaus in Cuxhaven komplett abgedeckt

08.14 Uhr: "Wir sind gut durchgekommen", sagt Cuxhavens Oberbürgermeister Ulrich Getsch über die Orkan-Nacht. Dabei meldete die Stadt an der Elbmündung mit einem komplett abgedeckten Hochhaus und Wasser, das über einen Deich sickert, noch die größten Schäden. Getsch sieht jedoch keinen Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Schon am Mittag soll die nächste Welle kommen - und die Deiche müssen weiter halten.

Halligen vom Festland aus nicht zu erreichen 

07.42 Uhr: Blick nach Norden: Die Inseln und Halligen vor Schleswig-Holsteins Küste waren wegen Orkantief "Xaver" in der Nacht vom Festland aus nicht mehr zu erreichen, die Fähren hatten den Betrieb eingestellt. Die nordfriesischen Halligen wie Langeneß und Hooge hatten "Land unter". Die Fähren auf die ostfriesischen Inseln stellten ebenfalls ihren Betrieb ein.

Schnee legt Sauerlandlinie A45 lahm

07.14 Uhr: Während NRW von größeren Sturmschäden weitgehend verschont blieb, sorgen am Freitagmorgen Schnee und Straßenglätte für Verkehrsprobleme. Betroffen ist vor allem das Sauerland. Auf der A45 steht in Fahrtrichtung Gießen-Hagen zwischen Meinerzhagen und Lüdenscheid-Süd ein Lkw quer. Laut WDR-Verkehrszentrale staut sich der Verkehr ab Olpe auf mehr als 15 Kilometern. In der Gegenrichtung gebe es Stau und stockenden Verkehr auf 20 Kilometern Länge. Streufahrzeuge seien bereits im Einsatz.

07.05 Uhr: Der Betrieb am Flughafen Düsseldorf läuft am Morgen wieder planmäßig. Am Abend waren Dutzende Flüge wegen des Sturms gestrichen worden.

Bahnverkehr in NRW rollt wieder

06.58 Uhr: Das Orkantief "Xaver" ist in der Nacht zu Freitag über Nordrhein-Westfalen abgeflaut und hat keine neuen Schäden angerichtet. Ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei sagte am Morgen, es sei eine verhältnismäßig ruhige Nacht gewesen. Vereinzelt meldeten Feuerwehren noch umgestürzte Bäume, die zersägt und weggeräumt wurden - so zum Beispiel in Ennepetal und Sprockhövel.

06.50 Uhr: Der Bahnverkehr in NRW kann am Morgen wieder rollen: Sämtliche Strecken in Nordrhein-Westfalen seien wieder befahrbar, teilte die Deutsche Bahn mit. Am Abend und in der Nacht hatte "Xaver" viele Reisende ausgebremst: Weil Blitze in Oberleitungen eingeschlagen und Bäume auf Gleise gestürzt waren, mussten die Bahnstrecken Dortmund - Münster, Dortmund - Hamm und Unna - Soest für den Regional- und Fernverkehr gesperrt werden. Auch der Bahnverkehr in Richtung Niederlande war zeitweise wegen einer Sperrung bei Oberhausen gestört.

Sturmflut in Hamburg erreicht Scheitelpunkt 

06.38 Uhr: Der Scheitel einer der schwersten Sturmfluten der vergangenen Jahrzehnte hat Hamburg am frühen Freitagmorgen erreicht. "Die Wasserstände fallen bereits wieder", sagte Thomas Butter von der Hamburger Innenbehörde. Die sehr schwere Sturmflut erreichte einen Wasserstand der Elbe von fast vier Metern über dem Mittleren Hochwasser (6,09 Meter über Normal Null).

06.31 Uhr: In NRW hat "Xaver" Polizei und Rettungskräften viele kleinere Einsätze beschert - größere Unfälle oder Sturmschäden blieben aber aus. Die Situation sei "sehr ruhig", sagte ein Polizeisprecher im NRW-Lagezentrum in Düsseldorf am frühen Freitagmorgen. Die Feuerwehren mussten in Dutzenden Fällen zu Aufräumarbeiten ausrücken - oftmals riss es Ziegel vom Dach.

Deiche in Hamburg sind heute viel höher als noch 1962

06.19 Uhr: In diesen Minuten soll die Sturmflut in Hamburg ihren Scheitelpunkt erreichen. Die Innenbehörde warnte vor Wasserständen von vier Metern über dem Mittleren Hochwasser. Das entspricht gut sechs Metern über Normal Null. "Damit haben wir eine Sturmflut, die es in den letzten 10, 20 Jahren nur sehr selten gegeben hat", sagte ein Behördensprecher am Freitagmorgen.

05.54 Uhr: Angesichts von "Xaver" wird immer wieder an die verheerende Sturmflut von 1962 in Hamburg erinnert. Doch die Umweltbehörde betont, dass die Deiche heute viel besser gerüstet sind. Sie waren den Angaben zufolge damals nur 5,70 Meter hoch, hatten sehr viel steilere Böschungen und waren in einem schlechten Zustand. Seit 1962 wurden die Deiche in Hamburg im Schnitt um zwei Meter erhöht. Die heutigen Hochwasserschutzanlagen haben nach Angaben der Behörde Höhen zwischen 7,50 Meter über Normalnull (NN) bis 9,25 Meter über NN. Alle Anlagen befänden sich in gutem Zustand. Sie werden zweimal im Jahr im Rahmen von Deichschauen überprüft, erkannte Schäden werden umgehend beseitigt, hieß es.

05.35 Uhr: Die Behörden in Hamburg rüsten sich für die Sturmflut: Das Wasser werde am Freitagmorgen gegen 6.30 Uhr auf 6,10 Meter über Normalnull (NN) steigen, sagte ein Sprecher. Weite Teile des Hafens wurden am frühen Morgen gesperrt, Menschen mussten die tiefer gelegenen Gebiete entlang der Elbe verlassen. Die Hochwasserschutzanlagen haben nach Angaben der Behörde Höhen zwischen 7,50 Meter und 9,25 Meter über NN.

Sturm "Xaver" deckt Supermarkt-Dach in Stralsund ab 

05.17 Uhr: Eine weitere heftige Sturmflut mit Orkanböen hat am frühen Morgen die Nordseeküste heimgesucht. Nach ersten Erkenntnissen hielten die Deiche jedoch stand, wie Deichgänger in den Kreisen Steinburg und Nordfriesland feststellten. Der Pegelhöchststand in Husum betrug 3,22 Meter über dem mittleren Hochwasser – prognostiziert waren 3,50 Meter.

04.34 Uhr: Der Sturm hat in Stralsund das Dach eines Supermarktes abgedeckt. Das Dach sei in der Nacht auf Freitag auf mindestens acht Autos gelandet, sagte ein Polizeisprecher in Neubrandenburg. Den Schaden schätzt die Polizei auf 200.000 bis 400.000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Erste Sturmflut erreicht ostfriesische Inseln

01.48 Uhr: Der Scheitel einer ersten Sturmflut durch Orkantief "Xaver" hat am frühen Freitagmorgen die ostfriesischen Inseln erreicht. Der Höchststand bei Norderney wurde um kurz nach 1.00 Uhr überschritten. "Es sind bisher keine größeren Schäden aufgetreten", sagte ein leitender Feuerwehrmann auf der Insel.

Freitag, 00.03 Uhr: "Xaver" bläst mit 155 km/h auf dem Brocken. "Das ist nichts Besonderes für unsere Verhältnisse", hieß es bei der Wetterstation auf dem Berg. Es habe Schneeverwehungen gegeben, doch dies seien ganz normale winterliche Bedingungen

Donnerstag, 23.44 Uhr: Die Hamburger Innenbehörde warnt vor einer "sehr schweren Sturmflut". Das Wasser werde am Freitag gegen 6.30 Uhr auf 5,80 Meter über Normalnull (NN) steigen, sagte ein Sprecher. Die Hochwasserschutzanlagen haben nach Angaben der Behörde Höhen zwischen 7,50 Meter über Normalnull bis 9,25 Meter über NN. (WE mit Material von dpa/afp)