Fall Mesut Özil – die Türkische Gemeinde Deutschland äußert heftige Kritik am DFB: „AfD-Haltung!“

Mesut Özil steht im Zentrum der Diskussionen.
Mesut Özil steht im Zentrum der Diskussionen.
Foto: imago/Contrast
  • Mesut Özil wurde für ein Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan stark kritisiert
  • Der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland findet, der DFB hätte sich hinter den Spieler stellen müssen
  • Er kritisiert DFB-Teammanager Oliver Bierhoff und DFB-Präsident Reinhard Grindel hart

Berlin. Nun äußert sich auch die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) zum Fall Mesut Özil.

Der TGD-Bundesvorsitzende, Gökay Sofuoglu, findet immer wieder deutliche Worte. Er sagte nach einem Aschermittwoch-Auftritt des AfD-Politikers Andre Poggenburg , dass er ihn „an Reden von Joseph Goebbels erinnnert.“ Jetzt gerät der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ins Visier des Verbands-Chefs.

Umgang mit Mesut Özil - TGD-Vorsitzendern erinnern Äußerungen an AfD

Oliver Bierhoff, Teammanager der Nationalmannschaft, und der DFB-Präsident Reinhard Grindel hatten Mesut Özil kritisiert, nachdem er sich mit mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayipp Erdogan fotografieren ließ . Sofuoglu sagte der „Süddeutschen Zeitung“ zu den Äußerungen der beiden Fußball-Funktionäre, sie „erinnern an die Haltung der rechtspopulistischen AfD, Menschen mit ausländischen Wurzeln zu Sündenböcken für alles Mögliche zu machen“.

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Özdemir stellte sich hinter Mesut Özil

Auch der Grünen-Politiker Cem Özdemir stellte sich hinter den Nationalspieler Özil und warf dem DFB „verbandsinterne Feigheit“ vor. Für Özdemir war das Foto des Fußballers mit dem Präsidenten ein „schwerwiegender Missgriff“, aber der DFB hätte sich seiner Ansicht nach gegen die „rassistisch grundierte Kritik“ stellen müssen.

„Özil soll offenbar zum Sündenbock für das frühe Ausscheiden der Nationalmannschaft bei der WM gemacht werden“, so Gökay Sofuoglu laut „Süddeutsche Zeitung“. (dahe)

 
 

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