„Menschen, Bilder Emotionen“ bei RTL: Vater von Daniel Küblböck spricht erstmals und erhebt schwere Vorwürfe

Seit dem 9. September 2018 gilt Daniel Küblböck offiziell als vermisst. Er soll von Bord der Aidaluna gesprungen sein. (Archivfoto)
Seit dem 9. September 2018 gilt Daniel Küblböck offiziell als vermisst. Er soll von Bord der Aidaluna gesprungen sein. (Archivfoto)
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
  • Am 9. September verschwand Daniel Küblböck spurlos von der Aidaluna
  • Nun spricht sein Vater Günther Küblböck erstmals live über den Vorfall
  • Laut Günther Küblböck hätte Daniels mutmaßlicher Tod verhindert werden können

In der RTL-Jahresrückblick-Sendung „Menschen, Bilder, Emotionen“ bei RTL blickte Günther Jauch auf den schockierenden Vorfall um Daniel Küblböck zurück (hier mehr lesen).

Am 9. September sprang Daniel Küblböck aller Wahrscheinlickeit nach vom Kreuzfahrtschiff Aidaluna und setzte seinem Leben so ein Ende.

Menschen, Bilder, Emotionen“ bei RTL: Erstmals spricht Günther Küblböck live im TV

In der Sendung sprach nun erstmals Günther Küblböck, Daniels Vater, über den schrecklichen Vorall.

Seiner Meinung nach hätte Daniels Schicksal verhindert werden können. Er geht sogar soweit und spricht von „unterlassener staatlicher Hilfeleistung“.

Schon in den Monaten vor der Reise ist ihm eine deutliche Veränderung seines Sohnes aufgefallen. Er wurde psychisch immer instabiler, litt vermutlich unter einer Psychose.

Als sein Vater von den Plänen der Kreuzfahrt gehört hat, begann er umgehend mehrere Behörden zu kontaktieren, um Daniel von der Reise abzuhalten.

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Mehr als einen Hinweis auf Daniels psychischen Zustand

Auch bei der AIDA rief er an und bat die Ärzte darum, ein besonderes Auge auf seinen Sohn zu werfen. Nach Günther Küblböcks Angaben sei dies jedoch nicht geschehen. Obwohl es sowohl vor, als auch während der Kreuzfahrt, Gründe dazu gegeben hätte.

Bevor Daniel seine Reise antrat, ließ sein Vater der Gesellschaft mehrere Sprachnachrichten seines Sohnes zukommen, in welchen dieser mit verstellter Stimme zusammenhangslose Äußerungen von sich gibt.

Sorgen des Vaters wurden nicht erhört

Dass Daniel seine Reise trotzdem antreten konnte, hatte AIDA damit begründet, dass er die Reise selbst bezahlt hätte und als erwachsene Person auch mündig ist diese anzutreten.

Sofern er nicht selbst aufgrund seines Zustandes zurücktreten wollte, hätte man ihn auch nicht zwingen können, sollen Schiffsärzte betont haben.

Während der Fahrt hat Daniel auf seinem Zimmer wohl eine Flasche zerstört, sich damit geschnitten und löste an der Rezeption mehrere Alarme aus. Trotzdem soll nicht eingriffen worden sein.

Günther Küblböck ist sich sicher, dass Daniel sich nicht bewusst für den Tod entschieden hat, sondern dies eine Folge seiner Psychose war. (db)

>>Anmerkung der Redaktion<<

Zum Schutz der betroffenen Familien berichten wir normalerweise nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Das Thema wird inzwischen öffentlich diskutiert, deshalb haben wir uns in diesem besonderen Fall für die Berichterstattung entschieden.

Wer unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leidet oder jemanden kennt, der daran leidet, kann sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

 
 

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