Mehr Babys in NRW - besonders viele in Gelsenkirchen

Baby-Boom in Deutschland: Im vergangenen Jahr erblickten 674 000 Säuglinge das Licht der Welt.
Baby-Boom in Deutschland: Im vergangenen Jahr erblickten 674 000 Säuglinge das Licht der Welt.
Foto: dpa
Gelsenkirchen hat mit die höchste Geburtenrate in NRW. Das geht aus der jüngsten Statistik zur Bevölkerungsentwicklung in NRW hervor, die am Donnerstag vorgestellt wurde. Im Jahr 2012 kamen in NRW insgesamt 145.755 Babys zur Welt. Bundesweit waren es mehr als 670.000.

Wiesbaden.. Die Zahl der Geburten in Nordrhein-Westfalen ist 2012 zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder gestiegen. Das teilte das Landesamt für Statistik in Düsseldorf mit. Demnach kamen im vergangenen Jahr 145.755 Babys auf die Welt. Das waren 2658 Neugeborene mehr als 2011 - dem Jahr mit dem historischen Tiefstand der Geburten. Im Durchschnitt wurden die Frauen im Alter von 29 Jahren zum ersten Mal Mutter. Die Statistiker zählten 2594 Zwillings- und 63 Drillingsgeburten. 2011 war nach Auskunft der Statistiker das Jahr mit der niedrigsten Geburtenzahl seit Bestehen des Landes.

Nach Angaben des Landesamtes entwickelten sich die Geburtenzahlen in den verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens unterschiedlich. Bei den kreisfreien Städten hatten Mönchengladbach und Gelsenkirchen mit 9,7 und 7,8 Prozent das größte Plus. Den stärksten Rückgang gab es in Remscheid (- 5,2 Prozent) und im Kreis Heinsberg (- 3,9 Prozent). Fast alle Regierungsbezirke verzeichneten mehr Geburten, nur im Regierungsbezirk Detmold ging die Zahl mit minus 0,1 Prozent leicht zurück.

Mehr Eheschließungen, mehr Todesfälle bundesweit

Auch bundesweit sind im vergangenen Jahr wieder mehr Babys zur Welt gekommen: Rund 674.000 Kinder wurden 2012 geboren, das waren etwa 11 000 oder 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Todesfälle stieg zugleich noch stärker - um 2,0 Prozent auf 870 000, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag auf der Basis vorläufiger Zahlen berichtete.

Damit gab es rund 196.000 Menschen weniger, so viele wie eine Großstadt der Größe etwa von Kassel. Allerdings ist die Zuwanderung dabei nicht berücksichtigt, die Deutschland ein Einwohnerplus bescherte. Auch bei den Eheschließungen stellten die Statistiker ein Plus fest: 387 000 Menschen trauten sich und gaben ihrem Partner das Ja-Wort, das waren 2,5 Prozent (oder 10 000) mehr als 2011. (dpa)

 
 

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