McDonalds: Ex-Manager packt aus – so schlimm ist das Fast Food wirklich

In einem Interview verrät der ehemalige Geschäftsführer von McDonalds Österreich, wie ungesund das Fast Food wirklich ist. (Symbolbild)
In einem Interview verrät der ehemalige Geschäftsführer von McDonalds Österreich, wie ungesund das Fast Food wirklich ist. (Symbolbild)
Foto: imago images / onemorepicture

13 Jahre lang arbeitete Harald Sükar (56) für den Fast-Food-Giganten McDonalds. Er war unter anderem Geschäftsführer von McDonalds Österreich. In seinem Interview mit Spiegel Online verrät er nun, wie schlimm das Fast Food wirklich ist.

Er habe schon immer gewusst, dass das Essen vom McDonalds dick macht, erzählt Sükar. Er glaubte aber daran, mehr Bewegung und kleinere Portionen seien die Lösung. Jetzt gibt er zu, er irrte sich.

McDonalds: Geschäftsführer kündigt und stellt seine Ernährung radikal um

Zur Erkenntnis kam Sükar als er anfing, seine Ernährung umzustellen. Er wog 111 Kilogramm bei einer Körpergröße von 1,77 Metern.

„Es ging mir nicht gut und ich fragte mich, wie es dazu kommen konnte. Also fing ich im Urlaub an, Studien über gesunde Ernährung zu lesen. Ich stellte meine Essgewohnheiten radikal um, verzichte beispielsweise auf Fleisch“, erzählt Sükar gegenüber Spiegel Online.

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Kind in Umgebung an Fettleber erkrankt

Doch das war nur der Anfang. Die Alarmglocken läuteten, als ein achtjähriges Kind in seinem „Umfeld erkrankte und bei ihm eine Fettleber diagnostiziert wurde“.

Normalerweise kriegt man Fettleber von überflüssigem Alkoholkonsum. Doch in den letzten Jahren häufen sich die Fälle einer nicht Alkohol-bedingten Fettleber in den westlichen Ländern. Der Grund ist oft eine ungesunde und fettige Ernährung.

„Fast Food ist Kindermisshandlung“

Nach einer Ernährungsumstellung und viel Recherche kommt Sükar in seinem Buch „Die Fast Food-Falle: Wie McDonald's und Co. auf Kosten unserer Gesundheit Milliarden verdienen“ zum radikalen Schluss: „Fast Food ist Kindermisshandlung“.

Diese These hat Sükar nicht einfach so erfunden: „Das Zitat stammt ursprünglich von einem britischen Politiker. Ich habe es übernommen, weil ich es gerechtfertigt finde.

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Kinder können sich nicht wehren, wenn Erwachsene sie in Fast-Food-Restaurants schleppen. Auf sie wirken Zucker und Fett wie ein Rauschmittel, von dem sie abhängig werden“.

Ein Big-Mac-Menü erhält das Fünffache an der Zucker-Tagesdosis

Ist es denn in Ordnung, nur ab und zu, die Fast-Food-Ketten zu besuchen? Absolut nicht, findet Sükar. Auch seltene Besuche bei McDonalds und Co. können für die Kinder extrem schädlich sein.

„Ein Menu aus Big Mac, mittlerer Portion Pommes, 0,4 Liter Cola und Eis zum Nachtisch enthält 119 Gramm Zucker, Ketchup nicht mit eingerechnet. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt für Kinder und Jugendliche maximal 25 Gramm pro Tag.

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Mit nur einer Mahlzeit hat ein Kind den Zuckerbedarf von fast fünf Tagen gedeckt. Das kann nicht gesund sein“, präsentiert Sükar die erschreckenden Ergebnisse seiner Recherche.

Fast-Food-Ketten sollen sich anpassen

Gleichzeitig plädiert der ehemalige McDonalds-Geschäftsführer nicht dafür, Fast-Food-Ketten komplett abzulehnen. Die sollen sich anpassen.

Zum einen, schlägt Sükar vor, soll McDonalds auf der Verpackung klar erkennbar machen, wie gesund das vorliegende Produkt ist. Zum anderen, sollen sich die Fast-Food-Restaurants gesündere Alternativen überlegen.

Im Endeffekt, so Sükar, liegt aber die Macht bei Konsumenten. Wenn die Menschen McDonalds und Co. boykottieren, müssen sich die Unternehmen dementsprechend anpassen. (ses)

 
 

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