Maybrit Illner im ZDF: Kriminelle arabische Clans außer Kontrolle? Experte bringt das Problem auf den Punkt

Migrationsforscher Ralph Ghadban bei Maybritt Illner im ZDF.
Migrationsforscher Ralph Ghadban bei Maybritt Illner im ZDF.
Foto: Screenshot ZDF

Drogenhandel, Schutzgeld-Erpressung und Gewalteskalationen: Clan-Kriminalität bereitet Politik, Behörden und Bürgern Kopfschmerzen.

Was tun gegen kriminelle Familienstrukturen? Das diskutierte Maybrit Illner am Donnerstagabend mit ihren Gästen in ihrer ZDF-Talkrunde.

Experte bei Maybrit Illner im ZDF: „Integration arabischer Clans gescheitert“

NRW-Innenminister Herbert Reul gibt zu, dass die Politik die Bekämpfung krimineller arabischer Clans jahrelang verschlafen habe. Doch man sei mittlerweile aufgewacht. Das zeigt nicht zuletzt die größte Razzia gegen Clan-Kriminalität am 13. Januar, die es je in NRW gegeben hat. Langfristig müssten Anreize zum Ausstieg aus der Szene geschaffen werden.

+++ Clan-Kriminalität im Ruhrgebiet – Experte packt aus: „Deutschland ist für sie eine Beutegesellschaft“ +++

Ralph Ghadban zweifelt daran, dass ein Ausstieg aus der kriminellen Szene der Clans möglich sei: „Man wird in den Clan hineingeboren, man hat keine andere Wahl“, so der Migrationsforscher.

Zu Gast bei Maybrit Illner in der Sendung mit dem Thema: „Familienbande – kriminelle Clans außer Kontrolle?“

  • Herbert Reul, Innenminister Nordrhein-Westfalen
  • Sebastian Fiedler, Vorsitzender Bund Deutscher Kriminalbeamter
  • Laura Garavini, Antimafia-Kämpferin
  • Dirk Behrendt, Justizsenator des Landes Berlin
  • Laszlo Anisic, Strafverteidiger
  • Ralph Ghadban, Migrationsforscher

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Ghadban: Schuld ist die Migrationspolitik

Kernprobleme bei der Bekämpfung krimineller Clans sei nach Ansicht von Ralph Ghadban die familiäre Verbundenheit. Die passe nicht zusammen mit der individualisierten deutschen Gesellschaft.

Dann spricht der Migrationsforscher Klartext: „Das Problem ist eine über viele Jahrzehnte völlig vergeigte Integrationspolitik.“ Hintergrund: Die durch den Libanonkrieg in den 80ern nach Deutschland eingewanderten Mhallami wurden jahrzehntelang nur geduldet. Sie durften nicht arbeiten, viele rutschten in die Kriminalität ab.

Fehler nicht bei Flüchtlingen der Gegenwart wiederholen

„Wir sollten uns jetzt daran erinnern, um nicht in zehn Jahren die gleichen Probleme wieder zu diskutieren“, warnt Ghadban.

So sieht es auch Herbert Reul: „Die Lehre aus den 80er Jahren ist: Lasst die nicht allein“, appelliert der NRW-Innenminister.

 
 

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