„Markus Lanz“ (ZDF): Clan-Expertin packt aus: „Sie waren Abschaum und dann ...“

Markus Lanz spricht in seiner ZDF-Show über das Thema 'Clans'.
Markus Lanz spricht in seiner ZDF-Show über das Thema 'Clans'.
Foto: imago images

Im Libanon waren sie Abschaum, in Deutschland sind sie (noch) ein mittelständisches Unternehmen. So kann man in etwa die „Markus Lanz“-Sendung des Donnerstagabends zusammenfassen.

Es sind schreckliche Szenarien, die am Donnerstagabend bei Markus Lanz geschildert wurden. Der ZDF-Talker hatte wieder einmal das Thema 'Clans' in den Mittelpunkt seiner Show gestellt.

Markus Lanz im ZDF: Clan-Experte schildert erschreckendes Bild

Zu Gast bei Markus Lanz waren an diesem Abend Kriminalkommissar Sebastian Fiedler, der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter und Journalistin Christine Kensche. Die wiederum hat sich in Deutschland einen Namen gemacht, weil sie als erste deutsche Journalistin ein Interview mit Clan-Chef Issa Remmo führen konnte. Der Remmo-Clan agiert vor allem in Berlin.

Sie gewährt einen Einblick in eine Welt, die zwar medial präsent ist, so wirklich durchschauen können sie aber nur die wenigsten. So schildert Kensche zunächst den Weg der Clans nach Deutschland. Während der Kurdenaufstände der 20er Jahre seien sie aus der Türkei in den Libanon geflüchtet. Im Libanon waren sie jedoch „der Abschaum“, die Flucht ging weiter, führte sie schließlich nach Deutschland.

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Kriminelle Clans: Rechtsstaat als Beuteland

Dort, so führt Kriminalkommissar Sebastian Fiedler weiter aus, bauten sich die Clans sich eine Parallel-Existenz auf. Sie sehen den „Rechtsstaat als Beuteland“, so Fiedler. Ein großes Problem, das sich vor allem in der verfehlten Integrationspolitik festmachen lasse, so Fiedler.

Ein Problem, das sich aber derzeit auch nicht einfach lösen lasse, so der Beamte. „Das können wir mit einer zweistelligen Zahl von Ermittlern im Ruhrgebiet nicht schaffen“, klagt Fiedler an.

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Clans sind mittelständische Unternehmen

Die Clans hätten sich zu mittelständischen Unternehmen entwickelt. Sie machen Millionenumsätze. Dabei sind die Shisha-Bars jedoch nur die Oberfläche. Das richtige Geld würde mit Schutzgeld, Drogen und so weiter gemacht, so Fiedler. Als Beispiel hatte er eine Szene aus der Serie „4 Blocks“ mitgebracht. Darin war zu sehen, wie Schutzgelderpressung in Berlin funktioniere.

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Fiedlers erschreckendes Fazit: „Das ist keine Fiktion.“ Die Realität sei eher noch brutaler. (göt)

 
 

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