Markus Lanz stellt Thomas de Maizière eine interessante Frage – und der plaudert aus dem Nähkästchen

Bei „Markus Lanz“ plauderte Ex-Innenminister Thomas de Maizière aus dem Nähkästchen.
Bei „Markus Lanz“ plauderte Ex-Innenminister Thomas de Maizière aus dem Nähkästchen.
Foto: Screenshot ZDF

Thomas de Maizière ist neben dem langjährigen CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder vielleicht der wichtigste Weggefährte von Angela Merkel. Am Donnerstag war der langjährige Merkel-Minister zu Gast bei „Markus Lanz“ im ZDF um über sein neues Buch „Regieren“ zu sprechen. De Maizière hat seine politische Karriere mittlerweile beendet und sprach nun über interessante Details aus seiner Karriere.

Dabei präsentierte sich de Maizière bei „Markus Lanz“ erstaunlich locker und offen. Politik sei eine Droge, so der 65-Jährige: „Es ist gefährlich. Viele können nicht loslassen.“

„Markus Lanz“: Verdächtigung gegen CSU-Mann

Zur Sprache kommt auch de Maizières unfreiwilliger Rücktritt aus dem Amt. Bei den Koalitionsverhandlungen 2017 stellte sich schnell heraus, dass für den langjährigen Spitzenpolitiker kein Platz im Kabinett sein würde. Seinen Posten als Innenminister beanspruchte CSU-Chef Horst Seehofer.

Lanz geht es vor allem darum, wie de Maizière vom Ende seiner politischen Karriere erfuhr: „Sie haben aus der Zeitung erfahren, dass Schluss ist.“ Doch der ehemalige Innenminister korrigiert Lanz: „Nein, aus der Zeitung nicht. Sondern aus dem Ticker.“

Lanz feiert seinen kleinen Coup

Er geht davon aus, dass der Teilnehmer der Verhandlungsrunde die Info an Medien durchgesteckt hätten: „Da kommen nur 6,7 Leute in Frage.“

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Lanz möchte natürlich wissen, wen de Maizière verdächtigt. „Einen aus der CSU“, gibt der 65-Jährige offen zu. Lanz bohrt weiter und äußert die Vermutung, Horst Seehofer habe die Info durchgesteckt.

„Der ist es bestimmt nicht. Irgendein anderer, um mitzuteilen, dass es Horst Seehofer ist“, so de Maiziére. Die Kanzlerin habe ihn erst eine halbe Stunde nach den Medien über sein Aus informiert.

Gespräch mit Angela Merkel

Doch Lanz lässt nicht locker: „Ich weiß, wer es war. Dobrindt.“ Hat der damalige Verkehrsminister wirklich wichtige Infos durchgesteckt? De Maizières Antwort fällt eindeutig aus.

„Ich war ja nicht dabei“, sagt er mit einem verschmitzten Lächeln. Das sorgt im Studio natürlich für Lacher. „Fragen Sie ihn. Laden Sie ihn ein“, ergänzt der gut aufgelegte de Maizière in Richtung Lanz. „Das war aber ein hartes Dementi“, spottet Lanz, der über seinen kleinen Coup sichtlich erfreut ist.

„Jaja“, sagt de Maizière und erntet natürlich wieder Lacher. Für ihn sei die Sache aber erledigt. Einige Tage danach sei er mit Angela Merkel essen gegangen und habe die Sache aus der Welt geräumt: „Und es gibt eine ganz alte Regel zwischen Angela Merkel und mir ist, und die werden sie auch nicht knacken: Vier-Augen-Gespräche zwischen Angela Merkel und mir bleiben Vier-Augen-Gespräche.“ Und daran konnte auch Markus Lanz nichts rütteln.

 
 

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