Markus Lanz stellt Franz Müntefering Frage zu Nahles – die Antwort sorgt für böse Lacher

Markus Lanz sprach am Mittwoch mit Franz Müntefering über den Zustand der SPD.
Markus Lanz sprach am Mittwoch mit Franz Müntefering über den Zustand der SPD.

Franz Müntefering ist eines der Urgesteine der Sozialdemokratie. Der Sauerländer saß über zwei Jahrzehnte für die SPD im Bundestag und war dabei Verkehrsminister, Arbeitsminister und sogar Vizekanzler. Am Mittwoch war der mittlerweile 79-Jährige dann zu Gast bei Markus Lanz, um über die Krise der SPD zu reden.

Der Talkmaster stellte Franz Müntefering etwas überraschend als den „Clint Eastwood der SPD“ vor. Doch schon bei der ersten Frage von Markus Lanz musste das Publikum lachen. „Wie geht es der SPD?“, wollte der Moderator wissen.

Markus Lanz im ZDF: Müntefering unterstellt der SPD mangelnden Mut

Doch nicht nur das Publikum musste lachen, auch Müntefering konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. „Das Problem das wir haben, ist die Demokratie insgesamt. Alle demokratischen Parteien haben einen Durchhänger“, konstatierte Müntefering schließlich.

Als Lanz den Erfolg der Grünen anspricht kommentiert Müntefering trocken: „Da wird mancher Demokratiewähler geparkt.“

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Seiner SPD unterstellt er mangelnden Mut. „Ich glaube, dass man mutig sein muss. Ich glaube, dass wird mit Gerd Schröder viele Dinge getan haben, die richtig und wichtig waren. Das waren Dinge, die mit dem Blick nach vorne richtig sind.“

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Markus Lanz:

  • Das ist die Fernsehsendung „Markus Lanz“:
  • „Markus Lanz“ ist eine Talkshow im ZDF, benannt nach Moderator Markus Lanz.
  • Die 75-minütige Sendung wird dienstags bis donnerstags am späten Abend ausgestrahlt.
  • Meistens wird die Sendung einige Stunden vor der Ausstrahlung in einem TV-Studio in Hamburg-Altona aufgezeichnet, mitunter gibt es auch Live-Übertragungen.
  • In jeder Ausgabe der Show empfängt Markus Lanz vier bis fünf (meist prominente) Talk-Gäste, mit denen er zu einem pro Sendung jeweils neuen Thema spricht.

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Damit spielt Müntefering natürlich auf die Harz-Reformen oder die „Rente mit 67“ an: „Und wenn man sich hinterher dafür entschuldigt, dann ist das nicht klug. Wir müssen mit den Menschen über die großen Probleme sprechen.“

Müntefering sorgt mit Reaktion auf Nahles-Frage für böse Lacher

„Man muss auch mal sagen: Wir sind gut“, sagt Müntefering. Dann stellt Lanz schließlich eine freche Frage: „Haben sie Mitleid mit Andreas Nahles?“

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Die ehemalige SPD-Chefin musste nach dem katastrophalen Ergebnis bei der Europawahl zurücktreten, zu groß war der Druck in der eigenen Partei schließlich geworden. Doch Mitleid? „Ne, das würde ich ihr nicht zumuten“, sagt Müntefering und erntet damit böse Lacher aus dem Publikum.

Müntefering und Nahles bekriegten sich lange

Doch Münteferings Erklärung ist einleuchtend: „Mitleid ist eine Positionierung, die ist sehr herablassend. Wenn ich das sagen würde, wäre es herablassend.“ Er könne natürlich verstehen, dass es für sie eine schwierige Situation sei.

Müntefering und Nahles standen sich innerhalb der Partei lange feindlich gegenüber. Nahles sorgte 2005 für Münteferings Rücktritt als SPD-Chef, weil sie seinen Kandidaten für das Amt des Generalsekretärs verhinderte.

 
 

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