Markus Lanz: Sahra Wagenknecht bekommt Torte ins Gesicht – jetzt verrät sie, was ihr daran besonders Angst macht

Sahra Wagenknecht spricht bei Markus Lanz über den Tortenwurf.
Sahra Wagenknecht spricht bei Markus Lanz über den Tortenwurf.
Foto: Screenshot (ZDF)

Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht, Model Giselle Bündchen und Felix Finkbeiner, Gründer von „Plant for the Planet“ plauderten am Dienstag bei Markus Lanz im ZDF aus dem Nähkästchen.

Den Anfang macht Wagenknecht. Sie spricht bei Markus Lanz offen über ihren Burnout. „Ich habe immer durchgearbeitet, auch an den Wochenenden, hatte keinen Urlaub“. Der Stress machte Wagenknecht öfter krank, sie steckte sich bei jedem Virus sofort an, berichtet sie. Das zog sich über ein, zwei Jahre, der Terminkalender sei immer voll gewesen – keine Zeit für Pausen. Da hätte sie langsam begriffen, dass etwas falsch läuft.

Wagenknecht entschied sich bekanntermaßen für den Rückzug aus der Parteispitze. „Ich habe darüber nachgedacht, wie ich noch etwas bewegen kann – und das will ich auch. Ich will nach wie vor meinen Beitrag leisten, dass sich etwas ändert“. Wie das in Zukunft genau aussehen soll, konkretisiert sie nicht.

Markus Lanz im ZDF: Wagenknecht plaudert aus dem Nähkästchen

Ein Stressfaktor war der Tortenwurf im Jahr 2016. In einer Rückblende zeigt Lanz das Geschehen noch einmal: Bei einem Parteitag der Linken läuft ein Mann auf sie zu und drückt ihr eine Torte ins Gesicht. Der Grund war eine Meinungsverschiedenheit zwischen ihrer Partei und einer sehr linken Gruppierung, die mit dem Umgang mit Flüchtlingen nicht einverstanden war.

Wagenkrecht reagierte damals geschockt auf den Tortenwurf. Sie sackte reglos in sich in sich zusammen, blieb wie gelähmt auf ihrem Stuhl sitzen. Die Sicherheitskräfte mussten sie wieder aufrichten. „Das war natürlich demütigend. Das sollte es natürlich auch sein“, sagt die Politikerin.

Braucht die Politikerin Personenschutz?

In dem Moment hätte sie nicht realisieren können, dass es nur eine Torte war. Als öffentliche Person müsse man damit rechnen, dass jemand einen verletzen will. „Die meisten Politiker leben damit, dass sie immer ein bisschen Angst haben. Man weiß ja selbst von Politikern mit Personenschutz auch, dass das nicht immer funktioniert.“

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Das will Lanz genauer wissen. Ob Wagenknecht selbst denn auch Personenschutz dabei gehabt hätte, auf dem Parteitag ihrer eigenen Partei? Sei das wirklich nötig? „Die haben mich begleitet, wenn ich raus bin oder unterwegs war,“ entschärft Wagenknecht die Situation. Im Sitzungssaal hätten die eigentlich keine Aufgabe gehabt, unter ihren Parteikollegen bräuchte sie keine Security.

Wagenknecht nutzt ihre Freiheit

Unsicher ist sich Wagenkecht allerdings, ob sie jemals wieder vor ein Publikum hätte gehen können, wenn sie gewalttätig bedroht worden wäre. Hätte sie auch hier den Notausgang aus der Politik genommen – wie bei ihrem Burnout? Die Frage lässt sie offen.

„Ich empfinde es als unglaubliches Privileg, wenn man dann einfach sagen kann, ich geh' raus. Viele Menschen können das ja nicht, müssen immer weiter machen, weil sie sonst auch sozial abstürzen. Ich finde es unmenschlich, das zu verlangen. Ich habe es ja gerade bei mir gespürt: Es gibt irgendwann diesen Punkt, an dem man nicht mehr kann.“ (vh)

 
 

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