Markus Lanz im ZDF: Als Lanz diese Frage stellt, ist Ex-Fußballprofi sprachlos

Markus Lanz im ZDF: Ex-Fußballspieler Tobias Rau war Gast in der Sendung am 23. April.
Markus Lanz im ZDF: Ex-Fußballspieler Tobias Rau war Gast in der Sendung am 23. April.
Foto: Screenshot ZDF

„Ich habe irgendwie einen Scheißkörper erwischt“: Mit dieser Selbstaussage stellt Markus Lanz den Ex-Fußballprofi Tobias Rau in seiner gleichnamigen ZDF-Sendung vor, der nach vielen Rückschlägen durch diverse Verletzungen in seiner Karriere die Laufbahn wechselte und nun Lehrer an einer Gesamtschule in NRW ist.

Doch Markus Lanz blickt zunächst auf die sportliche Vergangenheit des Ex-Bayern München-Stars zurück, bis er sich mit 27 Jahren dazu entschied, den Beruf zu wechseln und auf Lehramt zu studieren. Weil die Sportjournalistin Jessica Libbertz – moderiert die Bundesliga und Champions League bei Sky – auch in der Runde sitzt, fordert der Moderator sie in Lanz-Manier heraus, in fünf Sätzen etwas zur Fußball-Karriere von Rau zu sagen.

Markus Lanz im ZDF: Der Ex-Fußballprofi Tobias Rau aus Braunschweig redet über seine Karriere und den neuen Beruf als Lehrer

Sie sammelt sich und sagt dann: „Er ist ein unglaublich talentierter Fußballer, der durch viele Verletzungen zurückgeworfen wurde, immer wieder seinen Weg gemacht hat und es ist bemerkenswert, dass er sich dann dazu entschieden hat dem Rhythmus seiner Seele zu folgen“

Das sind die Gäste bei Markus Lanz in der Sendung vom 23. April:

  • Margot Käßmann, Theologin: Seit fast einem Jahr ist sie im Ruhestand. Gerade erschien ihr Buch "Geschwister der Bibel". In der Sendung erinnert sich Käßmann an das Aufwachsen mit zwei älteren Schwestern.
  • Ursula Muth, Lehrerin: Sie ist sieben Jahre älter als ihre Schwester Margot und seit 2013 pensioniert. Auch Muth ist fest im protestantischen Glauben verwurzelt. Sie spricht über die Bedeutung von Geschwistern.
  • Jessica Libbertz, Sportmoderatorin. Sie sagt: "Ich bin mit dem Grundgefühl aufgewachsen, nicht genug zu sein." In der Sendung erklärt die Sportmoderatorin, warum Scham ihr ständiger Begleiter war.
  • Tobias Rau, Ex-Fußballprofi und Lehrer. Als Profi spielte er unter anderem in Wolfsburg und bei den Bayern. Mit 27 Jahren kehrte er dem Sport den Rücken und entschied sich für ein Lehramtsstudium. Rau erzählt seine Geschichte.

Und auf dieses Talent springt Lanz auf. Mit vier Jahren hat der mittlerweile 37-Jährige angefangen zu kicken. „Ich habe schon in der Schule in Poesiealben Fußballer als meinen Traumberuf hineingeschrieben“, erzählt Rau. Und so traumhaft ging es weiter: mit 15 Jahren wurde er Nationalspieler, mit 17 Jahren Profispieler beim Eintracht Braunschweig, dann der Wechsel zu Wolfsburg in die erste Bundesliga.

Es folgte der Aufstieg als Nationalspieler in der deutschen Elf und schließlich sogar der Transfer zu Bayern München.

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Doch Lanz hakt genauer nach: „Was haben Sie damals verdient, im ersten Jahr bei Wolfsburg, Herr Rau, wissen Sie das noch?“ Tobias Rau grinst, schließt mehrmals die Augen und schüttelt leicht den Kopf. Er ist sprachlos.

Eine peinliche Stille folgt. „Sagen Sie nichts ohne Ihren Anwalt“, witzelt Lanz und fügt ernster hinzu: „Ja, nur ungefähr. Um mal eine Idee davon zu kriegen, was das für ein Sprung war. Sagen Sie es nicht, wenn Sie es nicht sagen wollen. Aber ich kann mir vorstellen, dass es eine enorme Summe war.“

„Ja, das kann ich schon sagen“, räumt Rau ein und dann gibt sich der Ex-Fußballprofi einen Ruck: „Es wäre gut, wenn das die einzige Zahl hier heute bleibt: circa 20.000 Euro im Monat.“ „Schlechten Berater gehabt oder was?“, lacht Jessica Lippertz ironisch.

„Das war schon ein kleiner Schock“

Doch dann mit Mitte 20 entschied er sich um: „Ich bin nicht geboren für den Job, habe viele Schattenseiten kennengelernt“. Dann erzählt er von Bixente Lizarazu, der zu Bayern zurückgeholt wurde und auf einmal in der Kabine stand, um ihn von seiner Position zu kicken. Er wusste von nichts. „Das war schon ein kleiner Schock“.

„Ich möchte den Fußball nicht verteufeln, klar, hatte ich auch schöne Erlebnisse und Momente“, schiebt er hinterher.

Vom Fußballplatz in den Klassenraum

Tobias Rau schaffte Anfang der 2000er Jahre seinen Durchbruch beim VfL Wolfsburg, wurde 2003 Nationalspieler. Im gleichen Jahr wechselte er zum großen FC Bayern, wo er sich jedoch nicht durchsetzen konnte.

Er ging nach Bielefeld zur Arminia, wo er immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen wurde. 2009 beendete Rau seine Karriere und fing an an der Uni Bielefeld Lehramt zu studieren. Biologie und Sport.

So viel wurde aber nicht über seinen neuen Beruf gesprochen. Deutlich wurde aber: Es war die absolut richtige Entscheidung. (js)

 
 

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