Markus Lanz im ZDF: Hitzige Diskussion – „DAS machen nur die Deutschen“

Wenn die Regierung Demonstranten lobt und Eltern und Lehrer schulschwänzende Kinder, dann ist das schon ein seltenes Bild. „Fridays for Future“ hat das erreicht – und überdies eine enorme öffentliche Aufmerksamkeit.

Auch bei Markus Lanz im ZDF wurde am Dienstagabend über die weltweiten Demos für mehr Umweltbewusstsein diskutiert, die sich inzwischen schon zu einer Jugendbewegung ausgeweitet hat.

Markus Lanz im ZDF: Dürfen Kinder für die größere Sache die Schule schwänzen?

„Früher war Streik eine Form von Protest gegen das System und gängige Politik. Heute werden sie von der gängigen Politik gefeiert“, merkt Dagmar Rosenfeld an. Die neue Chefredakteurin der „Welt“ war neben Jürgen Trittin (Grünen-Politiker), Kaya Yanar (Comedian) und Juli Zeh (Schriftstellerin) zu Gast bei Markus Lanz im ZDF.

Immer wieder im Fokus bei der Diskussion um „Fridays for Future“: Dürfen Kinder für die größere Sache die Schule schwänzen?

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Für den Ex-Umweltminister Jürgen Trittin, der selbst immer ein revolutionärer Kopf gewesen ist, eine klare Angelegenheit: „Was die Schüler in ihren Streiks bewegen, ist eigentlich keine radikale Forderung. Sie erwarten, dass die Bundesregierung und die Verantwortlichen das umsetzen, zu was sie sich selber verpflichtet haben.“

„Die Schüler verletzten die Schulpflicht. Das stimmt. Aber sie klagen in dem Moment an, dass andere ihre eigenen Verpflichtungen nicht einhalten“, verteidigt Trittin bei Markus Lanz den Gedanken von „Fridays for Future“.

Rosenfeld mit Plädoyer für deutsche Umweltpolitik: „Das machen nur die Deutschen“

„Was aber auch Teil der Wahrheit ist“, hakt Rosenfeld ein und hält ein Plädoyer für: „Kein anderes Land versucht den gleichzeitigen Ausstieg aus der Kernenergie und der Kohleenergie. Das machen nur die Deutschen. Unter diesen einzigartigen Prämissen muss man vielleicht auch sagen, dass die Ziele, die man sich gesetzt hat, so einfach nicht zu erreichen sind.“

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„Man muss die Wirklichkeiten mit dem Wünschenswerten kombinieren, das nennt man dann Realpolitik“, fasst die Journalistin ihren Standpunkt zusammen und erntet Applaus des Publikums und auch ein Nicken von Markus Lanz.

„Fridays for Future“ sind ein weltweites Thema

Sind die „Friday for Future“-Demos in Deutschland also unangebracht? Das war sicher nicht gemeint, denn wie die weltweiten Versammlungen zeigen, handelt es sich nicht um ein nationales Thema.

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„Fridays for Future“ will nicht nur der Bundesregierung Feuer unter dem Hintern machen, sondern allen globalen Akteuren, die etwas zur Klimaveränderung beitragen können und sollen. (dso)

 
 

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