Mann verklagt Krankenhaus, nachdem seine HIV-Diagnose an seinen Arbeitgeber gefaxt wurde

Im Mount Sinai Krankenhaus in New York ließ sich der Mann behandeln. Mitarbeiter schickten seine HIV-Diagnose an seinen Arbeitgeber.
Im Mount Sinai Krankenhaus in New York ließ sich der Mann behandeln. Mitarbeiter schickten seine HIV-Diagnose an seinen Arbeitgeber.
Foto: imago stock&people / imago/UPI Photo
  • Die HIV-Diagnose eines jungen Mannes wurde aus Versehen an seinen Arbeitgeber gefaxt
  • Daraufhin war der Patient traumatisiert
  • Jetzt verklagt er das Krankenhaus auf 2,5 Millionen Dollar

New York.  Eine HIV-Diagnose zu bekommen ist schon an sich schlimm genug – ganz abgesehen von dem Stigma, mit dem die Krankheit noch immer belastet ist. Noch schlimmer ist es, wenn eine solche Diagnose unfreiwillig veröffentlicht wird – und das Leben eines Menschen ruiniert.

Genau das sei in New York passiert, wie „NY Daily News“ berichtete. Bei einem jungen Mann wurde im Jahr 2014 HIV diagnostiziert. Er habe seine damalige behandelnde Klinik gebeten, seine Unterlagen an ein anderes Krankenhaus zu schicken.

Statt im Krankenhaus landete die Diagnose beim Arbeitgeber

Dort kamen sie nie an – stattdessen landeten sie im Faxgerät des Arbeitgebers des Patienten. Der Mann traute sich aus Angst vor den Reaktionen seiner Kollegen nicht mehr auf Arbeit – und musste sich vor seiner Familie und Freunden erklären, wozu er zu dem Zeitpunkt noch nicht bereit gewesen wäre.

Der Mann verklagte das Krankenhaus nun wegen fahrlässigem Verhaltens auf 2,5 Millionen Dollar (rund 2,1 Millionen Euro). Er sei durch die Vorfälle so traumatisiert, dass er seinen Namen nicht veröffentlichen möchte. Selbst in offiziellen Dokumenten sei er als „John Doe“ gelistet – so bezeichnet man in den USA normalweise unidentifizierte Personen. (lhel)

EURE FAVORITEN