Mann soll für den Missbrauch seiner Tochter 50 Jahre in den Knast – doch sein Hund bewahrt ihn davor

Die Tochter behauptete, ihr Vater hätte ihren Hund vor ihren Augen erschossen – doch das Tier lebt (Symbolfoto).
Die Tochter behauptete, ihr Vater hätte ihren Hund vor ihren Augen erschossen – doch das Tier lebt (Symbolfoto).
Foto: vik898 / Getty Images/iStockphoto
  • Joshua Horner sollte lebenslang ins Gefängnis gehen, für einen sexuellen Missbrauch an seiner Tochter
  • Die Aussagen der Tochter konnten im Nachhinein jedoch widerlegt werden
  • Dabei spielte der Hund der Familie eine entscheidende Rolle

Oregon.  Josh Horner drohten 50 Jahre Haft, weil seine Tochter ihn beschuldigte, sie sexuell missbraucht zu haben. Für den 42-Jährigen hätte das vermutlich bedeutet, lebenslang hinter Gittern zu bleiben. Die Verurteilung konnte allerdings abgewendet werden – mit dem Hund der Familie als Beweismittel.

Nachdem die Tochter während des Gerichtsprozesses an einem Gericht in Oregon mehrere zweifelhafte Aussagen gemacht hatte, wandte Josh Horner sich sechs Monate nach seiner Verurteilung an eine Organisation, die sich für unschuldig Verurteilte einsetzt. Gemeinsam mit dem Staatsanwalt bewirkte sie die Freilassung des Mannes.

In einer Mitteilung des „Oregon Innocence Project“ berichtet die Organisation von ihrem Erfolg. Außerdem liegt der Antrag des Staatsanwalts zum Fall vor.

Tochter machte mehrere Falschaussagen

„Dieser Fall ist ein Paradebeispiel für eine kooperative Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit, wenn die Rechtmäßigkeit einer Verurteilung infrage gestellt wird“, erklärt der Vorsitzende der Organisation, Steve Wax, in der Mitteilung.

Laut der Dokumente wurde Josh Horner im März 2017 durch eine Mehrheit in der Jury im Fall um den Missbrauch an seiner Tochter zu 50 Jahren Haft verurteilt. Nach ersten Untersuchungen von „Oregon Innocence Project“ wurde der Fall durch erneute Untersuchungen des Staatsanwalts John Hummel noch einmal aufgerollt.

Zwei Dinge galten laut „Oregon Innocence Project“ im Prozess als zweifelhaft: Erstens hatte die Tochter eine Falschaussage bezüglich eines Missbrauchs durch ihre Mutter gemacht, der ihre Glaubwürdigkeit beschädigte.

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Zweitens behauptete die Teenager-Tochter des Klempners , ihr Vater habe Lucy, den Hund der Familie, vor ihren Augen erschossen, um ihr damit zu drohen, niemandem von dem Missbrauch zu erzählen. In ihrer neunmonatigen Untersuchung des Falls machten die Mitarbeiter von „Oregon Innocence Project“ allerdings eine wichtige Entdeckung.

Hund rettet Josh Horner vor Haft

Sie machten den Hund ausfindig, der mittlerweile bei einer anderen Familie lebt. Der Staatsanwalt erklärte vor Gericht: „Der Hund Lucy wurde nicht erschossen, er ist am Leben und es geht ihm gut. Die von mir beauftragten Ermittler sowie die Ermittler vom Oregon Innocence Project haben Lucy den Hund ausfindig gemacht und seine Identität sichergestellt.“

Die Beweise aus den Untersuchungen der verschiedenen Parteien waren schließlich genug, um die Haftstrafe für Josh Horner doch noch abzuwenden. In seinem Statement erklärte der Staatsanwalt John Hummel: „Während ich nicht mit Sicherheit sagen kann, dass Mr. Horner das genannte Opfer sexuell missbraucht hat, kann ich sagen, dass eine Mehrheit der Beweise, die zum jetzigen Zeitpunkt vorliegen, mich nicht davon überzeugt, dass er es getan hat.“

Nachdem der 42-Jährige das Gericht als freier Mann verlassen durfte, bedankte er sich bei seiner Familie für ihren Beistand sowie für die „unermüdliche Arbeit“ daran, seine Unschuld zu beweisen. Seine Tochter konnte bisher nicht für ihre Falschaussagen belangt werden, sie ist seit August 2018 flüchtig. (alka)

 
 

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