Mann erschlägt Amokläufer in Serbien

Belgrad.  . Über die Tat eines Amokläufers (55) in Serbien, der aus Wut über die Hochzeit seines Sohnes am Sonntag sechs Menschen erschoss, werden immer mehr Einzelheiten bekannt. Eine Frau sei lebensgefährlich verletzt worden, berichteten Medien in Belgrad. Der Mann dieser angeschossenen Frau erschlug den Angaben zufolge den Amokläufer und rief die Polizei. Zunächst war von einem Suizid die Rede gewesen.

Der Serbe sei mit der Hochzeit seines Sohnes nicht einverstanden gewesen, hatte die Polizei als Motiv genannt. In der Nacht zum Sonntag sei er nach der Hochzeitsfeier gegen seine geschiedene Frau gewalttätig geworden und von der Polizei festgenommen worden. Nach seiner Freilassung am Sonntagmorgen holte er seine Jagdwaffe von zu Hause und erschoss die früheren Schwiegereltern. Dann fuhr er in ein zweites Dorf und ermordete seine Schwiegertochter, seine frühere Frau und deren Eltern. Seinen Sohn und Bräutigam verschonte er.

Die Hochzeit war am Samstag mit etwa 200 Gästen gefeiert worden. Psychologen versuchten, das Verhältnis der Gesellschaft zur Gewalt zu erklären. „Unsere Gesellschaft ist tief gestört“, sagte der Experte Aleksandar Dimitrijevic.

Sohn hat Vater nicht gefragt

Fachleute verwiesen auch auf häufig noch traditionelle patriarchalische Verhaltensmuster. So habe der Täter nicht verkraftet, dass sein Sohn bei der Wahl seiner Ehepartnerin nicht auf ihn gehört habe.

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