Mallorca: An diesen Stränden solltest du nicht schwimmen gehen – der Grund ist echt eklig

Mehrere Badestrände sind durch nicht vorhandene technische Möglichkeiten der Kläranlagen mit Fäkalien verunreinigt. (Symbolfoto)
Mehrere Badestrände sind durch nicht vorhandene technische Möglichkeiten der Kläranlagen mit Fäkalien verunreinigt. (Symbolfoto)
Foto: imago images / photonews.at

Strandurlaub auf Mallorca: blauer Himmel, weiße Strände und kristallklares Meerwasser – oder etwa nicht? An vielen Stränden der beliebten Urlaubsinsel ist das Wasser weit weniger klar, als der Schein vermuten lässt.

Im Juni veröffentlichte der Dachverband von rund 300 Umweltorganisationen „Ecologistas en acción“ einen Jahresbericht über die Strände von Mallorca und verteilte „Schwarze Flaggen“ für die schlimmsten Verschmutzungen.

Strandurlaub in Mallorca: Jahresbericht mit unangenehmen Ergebnissen

Besonders betroffen sind dem „Mallorca Magazin“ zufolge die Strände in der Bucht von Alcúdia. Grund dafür: eine veraltete Kläranlage aus dem Jahr 1990, die unzureichend gereinigtes Wasser direkt ins Mittelmeer leitet.

Die Folge: fäkalienhaltiges Wasser an den eigentlich traumhaften Stränden. Auch die Strände von Son Bauló und Can Picafort sind betroffen.

Besonders geschlossene Buchten leiden unter der mikrobiologischen Verunreinigung

Die Umweltschützer kritisieren die Funktionalität der Kläranlage. Sie ist für die Wasseraufbereitung der Ortskerne Playa de Mura und Can Picafort zuständig, allerdings fehlt ihr eine dritte, gesetzlich vorgeschriebene mikrobiologische Klärstufe. Nur mit dieser ist es eigentlich erlaubt, Abwasser ins Meer zu leiten.

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Die Folge: Das fäkalienhaltige Wasser gelangt in das Naturschutzgebiet S'Albufera und über Son Bauló in die Bucht von Alcúdia. Gerade in geschlossenen Buchten wie jener von Alcúdia wird das zum Problem.

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Erhöhte Ansiedlung von Algen an Mallorcas Stränden

Das Wasser erneuert sich dort nur langsam. Eine hohe Anzahl von Badegästen verlangsamt diesen Prozess weiter.

Die Folge: Eine vermehrte Verbreitung schleimiger Mikroalgen. Schon im Februar hat die Umweltgruppe „Mallorca Blue“ alarmiert auf die zunehmende Algenbesiedlung am Meeresboden vor Can Picafort hingewiesen.

Touristen werden unzureichend informiert

Im Mai klagten sogar zwei Nautik- und Wassersportverbände gegen die Balearen-Regierung. Demnach würden die Strände bei Palma bei einer Überlastung der Kläranlage geschlossen werden.

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Im Norden hingegen blieben sie weiterhin geöffnet. Auch würden die Badegäste nicht ausreichend über die Zustände informiert werden. Wie beim Mallorca Magazin zu lesen ist, ein klarer Verstoß gegen bestehende EU-Normen. (db)

 
 

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