Männer sind beim Multitasking besser als Frauen

Frauen können Multitasking besser? Nein, das ist Quatsch, sagen schwedische Forscher.
Frauen können Multitasking besser? Nein, das ist Quatsch, sagen schwedische Forscher.
Foto: NRZ
Männer haben es ja schon lange gewusst, nun hat es eine Studie von schwedischen Forschern bewiesen: Die olle Kamelle, Frauen könnten Multitasking besser als "das starke Geschlecht", ist Quatsch. Männer sind demnach besser darin, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Aber nur manchmal.

Stockholm.. Schwedische Forscher wollen mit einer Studie zum Thema Multitasking die These widerlegt haben, wonach Frauen besser als Männer mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen können. "Im Gegenteil, die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass Männer besser im Multitasking sind als Frauen", sagte der Leiter der Untersuchung, der Stockholmer Psychologieprofessor Timo Mäntylä, am Mittwoch. Entscheidend sei dabei, ob die Frauen ihre Menstruation hätten.

Andere Studien hatten bereits gezeigt, dass Menschen mit einem gut funktionierenden Arbeitsgedächtnis besser darin sind, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen. Laut Mäntyläs Studie, die im US-Fachmagazin "Psychological Science" erscheint, kommt das räumliche Vorstellungsvermögen als beeinflussender Faktor hinzu. Dieses sei bei Frauen während des Menstruationszyklus unterschiedlich stark ausgeprägt.

Während des Eisprungs können Frauen Multitasking besonders wenig

"Andere Studien haben gezeigt, dass die räumlichen Fähigkeiten von Frauen während des Menstruationszyklus variieren, mit einer hohen Kapazität um die Menstruation herum und einer viel niedrigeren um den Eisprung herum, wenn der Spiegel des (weiblichen Geschlechtshomons) Östrogen hoch ist", sagte Mäntylä. Die Fähigkeit des Multitasking liege bei Frauen während des Eisprungs deutlich unter der Fähigkeit von Männern. Während der Menstruation gebe es hingegen kaum Unterschiede.

Für die Studie wurden 160 Männer und Frauen im Alter zwischen 20 und 43 Jahren beobachtet. Sie sollten drei digitale Zähler verfolgen, die zu unterschiedliche Zeiten anzeigten und in unterschiedlichen Rhythmen voranschritten. Während die Testpersonen bestimmte Zeiten registrieren sollten, mussten sie auf einem Bildschirm eine Liste schwedischer Namen verfolgen und mit einer Maus klicken, sobald sich ein Name wiederholte. (afp)

 
 

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